Donnerstag, 20. Oktober 2016

Neubau GD Gebäude Ruhr-Universität Bochum | In Bau

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW beabsichtigt, einen Ersatzneubau für die Geisteswissenschaften der Ruhr-Universität Bochum mit einer Bruttogrundfläche BGF von ca. 40 000 qm zu errichten. Vor Beginn der Kernsanierung der Gebäude der G-Reihe im Südwesten des Gesamtcampus ist ein Ersatzgebäude zu errichten, so dass in der rollierenden Abfolge die einzelnen Gebäudekomplexe der G-Reihe sukzessive freigezogen und saniert werden können. Das Ersatzgebäude soll in Verlängerung der Gebäudereihe in westlicher Richtung als Gebäude GD errichtet werden. Die Nutzfläche des Ersatzgebäudes GD ist für die Lehr-, Forschungs- und Verwaltungseinrichtungen einschl. entsprechender Hörsäle der Fakultäten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie die juristische Fakultät vorgesehen. Die Ingenieurleistungen werden von den WINTER – beratende Ingenieure für Gebäudetechnik GmbH  ausgeführt, für die Architektur ist das Büro Henn verantwortlich.

Der Wettbewerb für einen Ersatzneubau wurde im Hinblick auf eine zukünftige Modernisierung und Sanierung der Gebäude auf dem Campus der Ruhr Universität Bochum ausgelobt. Gefordert war die städtbauliche Lösung für den Abschluss der bestehenden Bauten der Fakultäten für Rechtswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften durch einen Neubau mit einer Bibliothek, einem Hörsaal sowie Seminar- und Verwaltungsräumen.

Der Entwurf wird die Figur einer Gebäudespange mit querliegenden Gebäuden durch zwei Verbindungsbauten verbinden. Den städtebaulichen Abschluss wird ein liegendes Gebäude mit fünf Hauptgeschossen bilden. Anders als beim Bestand ist die Fuge zwischen Gebäudespange und Querriegel beim Neubau als ein allseitig transparenter Raum für die Bibliothek und die Leseräume ausgelegt. Nach Außen und zum Innenhof hin verglast, ermöglicht er so Ausblicke auf das umgebende Waldgelände. Wie die Bestandsgebäude wird der Neubau über eine Brücke vom nördlichen Campusgelände aus erschlossen. Der nach Süden abfallende Geländeverlauf setzt sich im Gebäudeinneren mit einem abgetreppten Lesebereich fort und vermittelt zwischen den unterschiedlichen Bauhöhen der Verbindungsbauten. Der Neubau soll damit in vielfältiger Weise architektonisches Bindeglied zwischen baulichem Bestand, Topographie und Landschaft werden.

Quelle: competitionline



Update: 22.09.2014 

Im Februar begannen die ersten Vorarbeiten für den Neubau des GD-Gebäudes (Geisteswissenschaften) am westlichen Rand des Campuses. Der Entwurf für den riesigen Gebäudekomplex wurde überarbeitet. Das Gebäude präsentiert sich nun zu Straße hin vier geschossig. Richtung Ruhrtal wird der dort vorhandenen Hanglage entgegengewirkt, wodurch das Gebäude in dem Bereich sechs Geschosse aufweist. Auch die Fassadengestaltung wirkt nun schlichter und erinnert ein wenig an das 2010 fertiggestellte ID Gebäude.

Bild: HENN Architekten, München

Bild: HENN Architekten, München

Update 05.08.2015

Nach langer Verzögerung begannen am Mittwoch (05.08.2015) die Bauarbeiten für das neue Gebäude GD. Dafür werden die Weststraße sowie ein Teil der Parkplätze hinter der G-Reihe gesperrt. Der Neubau soll voraussichtlich Mitte 2018 in Betrieb genommen werden. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW hat die Züblin AG als Generalunternehmer beauftragt. Zunächst wird das Grundstück ab Mittwoch mit einem neuen Bauzaun geschlossen und schließlich freigeräumt. Im September rollen dann die Bagger an und heben die Baugrube aus. Parallel dazu wird der bestehende Medienkanal unter der Weststraße abgebrochen, der aus statischen Gründen einige Meter in Richtung des GC-Gebäudes verlegt wird. In dem Kanal verlaufen zum Beispiel die Wasser- und Stromleitungen.

 Die RUB kann den Neubau voraussichtlich Mitte 2018 beziehen; der Lehrbetrieb soll ab dem Wintersemester 2018 starten. Das Gebäude wird die Juristische Fakultät sowie die Fakultäten der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler beherbergen. Die Nutzfläche beträgt rund 22.000 m² und verteilt sich auf sieben Geschosse. Neben Büro-, Seminar- und Arbeitsräumen sind in den drei unteren Geschossen auch drei Hörsäle, eine Bibliothek und eine Cafeteria vorgesehen. Über Brücken werden die benachbarten Gebäude GC und GD verbunden, sodass ein innerer Übergang zwischen ihnen möglich ist.

Das Gebäude GC soll nach dem Auszug der Fakultäten kernsaniert und danach von den Nutzern des GB bezogen werden. Anschließend folgt die Sanierung von GB und GA. Insgesamt wird die Modernisierung der G-Reihe zwölf Jahren dauern.

Pressemitteilung: RUB - Baustart für GD | idr 

Fotos von März 2016





Update: 26.05.2016 

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze legte am 2. Mai 2016 die Grundsteine für drei neue Gebäude an der RUB. GD ist ein weiterer Baustein der Campusentwicklung: Der Neubau ist notwendig, damit die übrigen Gebäude der G-Reihe kernsaniert werden können. Seit September 2015 rollen hier die Bagger, um das Gebäude zu errichten. Wenn es voraussichtlich im Sommer 2018 fertig ist, hat es eine Fläche von rund 31.000 Quadratmetern – das entspricht immerhin rund 200 Einfamilienhäusern.

Der Neubau beheimatet zukünftig die Fakultäten für Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die sich zurzeit noch im benachbarten GC befinden. Das neue Gebäude schafft moderne Arbeits- und Lernbedingungen für rund 10.000 Studierende.

(C) HENN Architekten
(C) HENN Architekten


Fotoupdate| 07/2016










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