Donnerstag, 5. November 2026

Heimkehrer-Dankeskirche Bochum: Kita und 60 Wohnungen geplant

Ein bedeutendes Stück Bochumer Nachkriegsgeschichte erhält eine neue Nutzung: Die denkmalgeschützte Heimkehrer-Dankeskirche an der Karl-Friedrich-Straße soll zu einer Kindertagesstätte umgebaut werden. Auf dem Grundstück der katholischen St.-Franziskus-Gemeinde entsteht damit ein neues Quartiersprojekt, das historische Bausubstanz, Kinderbetreuung und Wohnungsbau miteinander verbindet.

Der Investor Markus Bürger aus Witten hat das Kirchengebäude samt Grundstück von der Gemeinde erworben. Im ersten Bauabschnitt soll die ehemalige Kirche zur neuen Heimat der Kita Heilige Familie werden. Anschließend ist auf den angrenzenden Flächen der Bau von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt rund 50 bis 60 Wohnungen vorgesehen.

Historische Kirche wird zur sechsgruppigen Kita

Die Heimkehrer-Dankeskirche wurde Ende der 1950er-Jahre errichtet und 1959 eingeweiht. Das Gebäude erinnert an die Rückkehr deutscher Kriegsgefangener nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit 2005 steht die Kirche unter Denkmalschutz. Künftig soll das Gotteshaus eine neue Funktion als Kindertagesstätte erhalten. Die bisherige Kita Heilige Familie befindet sich unmittelbar neben der Kirche und verfügt derzeit über zwei Gruppen mit rund 50 Betreuungsplätzen.

Mit dem Umzug in das ehemalige Kirchengebäude soll die Einrichtung deutlich erweitert werden. Geplant sind sechs Gruppen für insgesamt bis zu 135 Kinder. Neben drei Gruppen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sollen künftig auch drei Gruppen für Kinder unter drei Jahren angeboten werden. Träger der Einrichtung bleibt der KiTa-Zweckverband im Bistum Essen.


Bild: Markus Bürger


Mittwoch, 4. November 2026

Ostpark Bochum: GWV baut 39 geförderte Wohnungen an der Feldmark

Im Wohnquartier Feldmark des Bochumer Ostparks soll weiterer bezahlbarer Wohnraum entstehen. Der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum eG (GWV) plant an der Straße Feldmark, Ecke Maria-Merian-Weg, ein neues Mehrfamilienhaus mit insgesamt 39 öffentlich geförderten Wohnungen.

Der Schwerpunkt liegt auf familiengerechten Grundrissen und größeren Wohnungen. Mit einer vorgesehenen Nettokaltmiete von 7,45 Euro pro Quadratmeter richtet sich das Projekt insbesondere an Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen. Neben dem sozialen Wohnungsbau stehen auch Energieeffizienz und ein nachhaltiges Regenwassermanagement im Mittelpunkt.

39 Wohnungen mit Schwerpunkt auf Familien

Das geplante Wohngebäude umfasst vier Vollgeschosse und ein zusätzliches Staffelgeschoss. Auf einer Gesamtwohnfläche von rund 3.040 Quadratmetern entstehen 39 Mietwohnungen mit zwei bis fünf Zimmern. Besonderes Augenmerk liegt auf größeren Wohnungen mit Wohnflächen zwischen etwa 80 und 110 Quadratmetern. Diese sollen vor allem Familien ausreichend Platz bieten. Ergänzt wird das Angebot durch kleinere Wohnungen für andere Haushaltsgrößen. Die geplante Nettokaltmiete beträgt 7,45 Euro pro Quadratmeter. Damit leistet das Vorhaben einen Beitrag zur Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum im neuen Stadtquartier.


Bild: Tor5 Architekten


Bochum-Linden: Eckhaus an der Dr.-C.-Otto-Straße wird saniert

Nach jahrelangem Leerstand bekommt ein markantes Eckhaus an der Dr.-C.-Otto-Straße eine neue Zukunft. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude an der Ecke Auf dem Pfade wird umfassend saniert und künftig ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt. Geplant sind insgesamt zwölf Wohnungen, die vor allem Singles, Paare und Senioren ansprechen sollen.

Das Gebäude befand sich zuletzt in einem äußerst schlechten baulichen Zustand. Undichte Dachbereiche, Taubenbefall und teilweise eingestürzte Decken machten eine grundlegende Erneuerung erforderlich. Mit der Sanierung soll der Altbau nicht nur technisch modernisiert, sondern auch in seinem charakteristischen Erscheinungsbild erhalten werden.

Vom Vereinsstandort zum neuen Wohnhaus

Bekannt war das Eckgebäude vielen Menschen in Linden als früherer Standort der Naturfreunde Linden-Dahlhausen. Der Verein nutzte die Räume im Erdgeschoss bis 2022. Auch die Wohnungen in den oberen Etagen standen bereits seit längerer Zeit leer. Nach dem Auszug der Naturfreunde blieb das Haus weitgehend ungenutzt. Der Zustand verschlechterte sich zunehmend, sodass eine umfassende Sanierung notwendig wurde. Der neue Eigentümer verfolgt nun das Ziel, das Gebäude wieder dauerhaft nutzbar zu machen. Statt einer gewerblichen oder gastronomischen Nutzung soll künftig das gesamte Haus dem Wohnen dienen.


Loth40 Bochum-Gerthe: 32 Loftwohnungen in ehemaliger Zechenverwaltung

Ein Stück Bochumer Industriegeschichte erhält eine neue Nutzung: An der Lothringer Straße 40 wird das ehemalige Verwaltungsgebäude der Zeche Lothringen umfassend saniert und zu einem modernen Wohnhaus umgebaut. Unter dem Projektnamen Loth40 entstehen insgesamt 32 Mietwohnungen im großzügigen Loftstil.

Das historische Gebäude aus dem Jahr 1907 bleibt dabei in seiner äußeren Erscheinung erhalten. Im Inneren wird die Bausubstanz grundlegend erneuert und an die Anforderungen modernen Wohnens angepasst. Die Kirchliche Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen (KZVK) investiert nach eigenen Angaben rund 13,3 Millionen Euro in das Vorhaben.

Ehemaliges Zechengebäude wird zum Wohnhaus

Das Verwaltungsgebäude der ehemaligen Zeche Lothringen gehört zu den historischen Gebäuden des Standorts in Bochum-Gerthe. Mehr als ein Jahrhundert nach seiner Errichtung erhält es nun eine neue Funktion. Mit der Umnutzung zu Wohnraum wird die industrielle Vergangenheit des Gebäudes mit einem zeitgemäßen Wohnkonzept verbunden. Die historische Fassade mit ihren charakteristischen gelben und roten Ziegeln sowie den Jugendstilelementen soll erhalten bleiben.

Die Sanierung ist zugleich ein weiterer Schritt bei der Entwicklung des ehemaligen Zechengeländes. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich unter anderem das Kulturwerk Lothringen und der Bochumer Kulturrat.


Bild: KZVK


Dienstag, 3. November 2026

Pulverstraße 25 Bochum-Höntrop: Neubau mit Haus-im-Haus-Wohnungen

An der Pulverstraße 25 entsteht ein neues Wohngebäude mit einem ungewöhnlichen Wohnkonzept. Das Neubauprojekt verbindet klassische Eigentumswohnungen mit sogenannten Haus-im-Haus-Einheiten, die sich über zwei Etagen erstrecken und über einen eigenen Eingang sowie einen privaten Garten verfügen.

Das Angebot richtet sich sowohl an Eigennutzer als auch an Kapitalanleger. Die Wohnungen bieten unterschiedliche Grundrisse und Wohnflächen von rund 63 bis 130 Quadratmetern. Ergänzt wird das Wohnkonzept durch eine Tiefgarage, Außenstellplätze und gemeinschaftlich nutzbare Gartenflächen.

Wohngebäude mit unterschiedlichen Wohnformen

Das Projekt an der Pulverstraße 25 umfasst ein Mehrfamilienhaus mit mehreren Eigentumswohnungen. Eine Besonderheit sind die fünf Haus-im-Haus-Einheiten. Diese Wohnungen erstrecken sich jeweils über zwei Ebenen und verfügen über einen separaten Zugang sowie einen eigenen Garten. Daneben entstehen klassische Eigentumswohnungen, die über das Treppenhaus und einen Aufzug erschlossen werden. Die Wohnungen in den oberen Etagen erhalten Balkone, während die Erdgeschosswohnungen mit Terrassen und Gartenanteilen ausgestattet werden.

Die Wohnflächen reichen nach den Vermarktungsangaben von etwa 63 bis 131 Quadratmetern. Damit bietet das Gebäude unterschiedliche Wohnungsgrößen für Singles, Paare und Familien. Ein gemeinschaftlicher Spielplatz und ein Gartenbereich ergänzen die privaten Außenflächen. Insgesamt soll so eine Wohnanlage entstehen, die die Vorteile eines Mehrfamilienhauses mit Elementen des individuellen Wohnens verbindet.


Bild: Archprodesign


Waldorf-Kita Birkenhaus in Bochum-Ehrenfeld: Eröffnung 2028

Auf dem Gelände der GLS Bank entsteht mit dem „Birkenhaus“ eine neue Waldorf-Kindertagesstätte. Der zweigeschossige Neubau wird in nachhaltiger Holzbauweise errichtet und soll künftig 30 Kindern einen Betreuungsplatz bieten. Zehn Plätze sind für Kinder unter drei Jahren vorgesehen.

Ursprünglich sollte die Kita bereits im Sommer 2027 eröffnen. Aufgrund umfangreicher Tiefbauarbeiten verzögert sich das Projekt jedoch. Nach der aktuellen Mitteilung der GLS Bank und des Waldorfkindergartens ist die bauliche Fertigstellung nun für Ende 2027 vorgesehen. Die ersten Kinder sollen voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2028 aufgenommen werden.

Neue Kita auf dem Gelände der GLS Bank

Das neue „Birkenhaus“ entsteht am Bochumer Hauptstandort der GLS Bank. Vorgesehen ist der Neubau auf dem ehemaligen Parkplatz an der Ostseite des Verwaltungsgebäudes an der Saladin-Schmitt-Straße.

Die Planung wurde im Verlauf des Projekts grundlegend angepasst. Ursprünglich sollte auf einer freien Grundstücksfläche an der Christstraße eine eigenständige zweigruppige Kindertagesstätte entstehen. Als sich herausstellte, dass Teile des Erdgeschosses im bestehenden Verwaltungsgebäude nicht mehr vollständig benötigt wurden, entwickelte sich daraus ein Konzept für einen zweigeschossigen Anbau mit Umnutzung angrenzender Bestandsflächen.

Damit verbindet das Vorhaben einen Neubau mit dem Bauen im Bestand. Die vorhandenen Gebäudeflächen werden weitergenutzt und für die neue Kita-Funktion angepasst. Im Obergeschoss sind zusätzlich flexibel nutzbare Besprechungsräume vorgesehen.


Bild: ACMS Architekten


Neubaugebiet Lewackerstraße Bochum-Linden: Wohnquartier mit Diakonie-Wohnheim

Auf dem ehemaligen Gelände der Lewacker-Grundschule entsteht ein neues Wohnquartier mit unterschiedlichen Wohnformen und einem wichtigen sozialen Baustein. Auf dem rund 13.000 Quadratmeter großen Areal werden Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäuser realisiert. Ergänzt wird die Wohnbebauung durch eine neue Wohneinrichtung der Diakonie Ruhr für 24 Menschen mit Behinderung.

Während Teile des Wohngebiets bereits Gestalt angenommen haben, schreitet auch der Neubau der Diakonie an der Lewackerstraße voran. Das Projekt verbindet klassischen Wohnungsbau mit einem inklusiven Wohnangebot und entwickelt das ehemalige Schulgelände zu einem neuen Quartier im Bochumer Südwesten.

Vom ehemaligen Schulgelände zum neuen Wohngebiet

Das Grundstück an der Lewackerstraße wurde früher von der Lewacker-Grundschule genutzt. Nach der Schulschließung diente das Gelände zeitweise als Unterkunft für Geflüchtete. Mit der Aufgabe der bisherigen Nutzung und dem Abriss der alten Gebäude wurde die Fläche für eine neue städtebauliche Entwicklung frei. Auf dem rund 13.000 Quadratmeter großen Areal sollte ein Wohngebiet entstehen, das verschiedene Wohnformen miteinander verbindet. Die Erschließung des Grundstücks und die Herstellung der notwendigen Entwässerungsanlagen bildeten dafür die Grundlage.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der neu angelegte Gisela-Piedboeuf-Weg. Die Straße erschließt das Innere des Quartiers und erinnert mit ihrem Namen an Gisela Piedboeuf, die langjährige Bezirksvorsteherin im Bochumer Südwesten. Im Zuge der Erschließung wurden neue Schmutz- und Regenwasserkanäle verlegt. Ergänzend kamen Rigolen zur Versickerung des Niederschlagswassers zum Einsatz. Die Entwässerung des Gebiets stellte einen wichtigen Bestandteil der technischen Infrastruktur dar.