Sonntag, 13. September 2026

C&A Bochum schließt: Neue Pläne für das Gebäude an der Kortumstraße

C&A schließt in Bochum – neue Pläne für das Gebäude an der Kortumstraße

Traditionsstandort in der Bochumer Innenstadt ist Geschichte

Nach Jahrzehnten endet die Geschichte von C&A an der Kortumstraße. Die traditionsreiche Filiale in der Bochumer Innenstadt hat am 29. August 2026 endgültig geschlossen. Damit verliert die Kortumstraße einen ihrer langjährigen Großmieter. Die Schließung kam überraschend. Noch wenige Monate zuvor hatte C&A auf entsprechende Gerüchte verwiesen und die Bedeutung des Bochumer Standortes betont. Insgesamt betreibt das Unternehmen weiterhin zwei weitere Filialen in Bochum, im Hannibal Center und im Ruhr Park.

Vier Etagen wurden erst 2012 modernisiert

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung, weil das C&A-Haus erst vor wenigen Jahren umfangreich modernisiert worden war. 2012 investierte C&A rund 1,5 Millionen Euro in den Umbau des über mehrere Etagen genutzten Hauses. Die Arbeiten erfolgten damals während des laufenden Geschäftsbetriebs. Trotz dieser Investition wurde die Filiale nun aufgegeben. Zu den konkreten Gründen für die Standortschließung äußerte sich C&A nicht. Das Unternehmen erklärte lediglich, dass das Filialnetz regelmäßig überprüft und an die jeweiligen örtlichen Entwicklungen angepasst werde.


Soziales Zentrum Laer: Fronleichnam-Kirche wird Stadtteilzentrum

Alte Kirche in Bochum-Laer soll neuer Treffpunkt für den Stadtteil werden

In Bochum-Laer soll die ehemalige Fronleichnam-Kirche an der Alten Wittener Straße zu einem neuen Sozialen Zentrum für den Stadtteil umgebaut werden. Das markante Kirchengebäude, das bereits 2008 entwidmet wurde, soll damit eine neue Nutzung erhalten und gleichzeitig als prägender Bau im Ortszentrum von Laer erhalten bleiben.

Das Projekt ist Bestandteil des Stadtumbauprogramms Laer/Mark 51°7. Ziel ist es, den Stadtteil aufzuwerten, neue soziale Angebote zu schaffen und Laer stärker mit dem Entwicklungsgebiet Mark 51°7 zu verbinden. Bereits im integrierten Stadtentwicklungskonzept wurde die ehemalige Fronleichnam-Kirche als möglicher Baustein für eine neue soziale Mitte rund um den Lahariplatz genannt.

Evangelische Gemeinde und Diakonie werden Betreiber

Nach längeren Überlegungen steht inzwischen auch fest, wer das zukünftige Stadtteilzentrum betreiben soll. Die Evangelische Kirchengemeinde Altenbochum-Laer soll gemeinsam mit der Diakonie Ruhr in das Gebäude einziehen. Vorgesehen sind Räume für Gemeindearbeit, Angebote der Diakonie und weitere Einrichtungen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils.

Auch der Jugendtreff „Offene Tür Laer“ soll künftig im Sozialen Zentrum untergebracht werden. Für den Jugendtreff ist ein eigener Bereich mit separatem Eingang vorgesehen. Das bisherige evangelische Gemeindehaus an der Suntumer Straße soll im Zuge der Neuordnung aufgegeben werden.


Samstag, 12. September 2026

Bochum - ALDI-Neubau in Bochum-Stiepel: Aktueller Baufortschritt an der Kemnader Straße

ALDI-Neubau in Bochum-Stiepel: Baufortschritt und aktueller Stand

Bochum-Stiepel. An der Kemnader Straße 329 entsteht auf dem ehemaligen Gelände des Möbelhauses Rumberg ein neuer ALDI-Markt. Das Bauprojekt ist aufgrund der besonderen Hanglage außergewöhnlich: Der rund 1.040 Quadratmeter große Verkaufsmarkt entsteht auf einer tiefer gelegenen Ebene, während sich darüber ein Parkdeck und zwei Wohnungen befinden. Die ursprünglich für Ende Juni 2026 geplante Eröffnung konnte nicht eingehalten werden. Ein neuer Eröffnungstermin steht derzeit noch nicht fest.

Bild: Aldi Nord

Neubau GC an der RUB Bochum – Aktueller Baufortschritt 2026

Neubau GC an der Ruhr-Universität Bochum

Ersatzneubau für die Geisteswissenschaften auf dem RUB-Campus

Auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum entsteht mit dem Ersatzneubau GC eines der größeren aktuellen Bauprojekte der Universität. Das ehemalige GC-Gebäude aus der Gründungszeit der RUB wurde aufgrund seines baulichen Zustands und vorhandener Schadstoffe vollständig zurückgebaut. An gleicher Stelle entsteht nun ein moderner Ersatzneubau, der sich zugleich an der charakteristischen Architektur des denkmalgeschützten RUB-Campus orientiert.

Das Projekt ist Teil der umfassenden Modernisierung der Ruhr-Universität Bochum durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW).

Vom Rückbau zum Neubau

Die Arbeiten am Teilprojekt Abbruch begannen bereits im Juli 2023 mit vorbereitenden Maßnahmen. Ab Mitte August 2023 folgten die Hauptarbeiten. Das ehemalige GC-Gebäude wurde anschließend einschließlich der angrenzenden Flachbauten schrittweise zurückgebaut.

Der Rückbau war aufgrund der vorhandenen Schadstoffe besonders aufwendig. Gleichzeitig musste während der Arbeiten auf den laufenden Universitätsbetrieb und die unmittelbar angrenzenden Gebäude Rücksicht genommen werden. Anfang 2025 war der vollständige Rückbau einschließlich der Herstellung und Sicherung der Baugrube abgeschlossen. Damit konnte die nächste Phase des Projekts beginnen.

Bild: Gerber Architekten

Freitag, 11. September 2026

Husemann Karree Bochum: Aktueller Stand, Mieter & Bauchronologie

Husemann Karree Bochum – Neues Geschäftsquartier am Husemannplatz

Mit dem Husemann Karree ist in der Bochumer Innenstadt auf dem ehemaligen Justiz-Areal an der Viktoriastraße ein neues innerstädtisches Geschäftsquartier entstanden. Das rund 37.500 m² große Mixed-Use-Quartier verbindet Einzelhandel, Gastronomie, Büroflächen, Hotel, Fitness und Dienstleistungen miteinander.

Das Projekt wurde ursprünglich unter dem Namen Viktoria Karree geplant. Nach mehreren Überarbeitungen und Verzögerungen änderte der Investor HBB den Namen 2023 in Husemann Karree. Hintergrund waren unter anderem zahlreiche weitere Projekte an der Viktoriastraße und die dadurch entstandene Verwechslungsgefahr. Gleichzeitig sollte mit dem neuen Namen die direkte Lage am Husemannplatz stärker hervorgehoben werden.

Vom Justizstandort zum neuen Stadtquartier

Ausgangspunkt der Entwicklung war das ehemalige Justizzentrum an der Viktoriastraße. Nachdem die Justiz in einen Neubau an der Josef-Neuberger-Straße umgezogen war, wurde das alte Gebäude nicht mehr benötigt.

Der Hamburger Projektentwickler HBB – Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft setzte sich in einem früheren Auswahlverfahren mit seinem Konzept für eine neue innerstädtische Nutzung durch. Ursprünglich war eine wesentlich größere Einbindung angrenzender Grundstücke vorgesehen. Da eine Einigung mit weiteren Grundstückseigentümern jedoch nicht zustande kam, konzentrierte sich die Entwicklung schließlich auf das ehemalige Justiz-Areal.

Das Konzept wurde im weiteren Planungsverlauf mehrfach angepasst. Die ursprünglich vorgesehene Einzelhandelsfläche wurde reduziert, während die Büroflächen deutlich ausgeweitet wurden. Die Stadt Bochum entschied sich schließlich, große Teile ihrer Verwaltung im neuen Quartier unterzubringen.


Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

Neues Büro- und Wohnquartier Kreuzstraße Bochum | Digitalriegel am Bermudadreieck

Bochum: Neues Büro- und Wohnquartier an der Kreuzstraße am Bermudadreieck

An der Kreuzstraße unmittelbar am Bochumer Bermudadreieck soll auf einem seit Jahren brachliegenden Areal ein neues Büro- und Wohnquartier entstehen. Nach zahlreichen Planungsänderungen und Verzögerungen nimmt die Entwicklung inzwischen zumindest im Bestand sichtbar Gestalt an. Die Eigentümer wollen das rund 5.200 Quadratmeter große Areal langfristig zu einem Standort für die IT- und Kreativwirtschaft entwickeln.

Das Grundstück liegt im Dreieck von Kreuzstraße, Neustraße und Brüderstraße und befindet sich damit in unmittelbarer Nähe zum Ausgeh- und Gastronomieviertel Bermudadreieck. Über viele Jahre prägten leerstehende Gebäude, brachliegende Flächen und ehemalige Gewerbebauten das Grundstück.

Bereits seit 2015 gibt es Überlegungen, das Areal neu zu entwickeln. Die ursprünglichen Vorstellungen reichten von einem Bürogebäude und einem Ärztehaus bis hin zu altersgerechten Wohnungen. Später wurde ein gemischt genutztes Quartier mit Büro-, Dienstleistungs- und Wohnflächen geplant. Auch ein eigenes Quartier für Unternehmen aus der Kreativwirtschaft war zwischenzeitlich vorgesehen.

Donnerstag, 10. September 2026

O-Werk Bochum: BrainLabs 1+2 – Büro- und Laborneubau auf MARK 51°7

O-Werk Campus Bochum: BrainLabs 1+2 auf MARK 51°7

Büro- und Laborneubauten in Bochum stehen vor schwierigerem Vermietungsmarkt

Auf dem ehemaligen Opel-Werksgelände in Bochum-Laer entsteht mit dem O-WERK | CAMPUS ein Technologie- und Innovationsquartier. Ein weiterer Baustein der Entwicklung sind die BrainLabs 1+2 an der Suttner-Nobel-Allee.

Die beiden L-förmigen Neubauten bilden den dritten Bauabschnitt des O-Werk Campus. Zusammen entstehen rund 15.000 m² Bruttogrundfläche auf sechs Geschossen. Vorgesehen sind moderne Büroflächen sowie flexibel nutzbare Werk- und Laborbereiche. Zwischen den beiden Gebäuden ist ein begrünter Innenhof vorgesehen, der als Quartiersplatz und Treffpunkt für die Nutzer dienen soll.

Flexible Nutzung für Büros, Labore und Gewerbe

Das Konzept der BrainLabs unterscheidet sich bewusst von einem klassischen Bürogebäude. Vor allem die Erdgeschosse sollen möglichst flexibel genutzt werden können.

Vorgesehen sind unter anderem Fitnessangebote, kleinere Einzelhandelsflächen, Praxen, Kreativwerkstätten, Showrooms, Service- und Werkstattflächen, Gastronomie sowie Laborbereiche. In den Obergeschossen sind moderne Büroarbeitswelten und weitere Laborflächen vorgesehen.

Durch diese Mischung sollen die Gebäude unterschiedliche Unternehmen aus Technologie, Forschung, Entwicklung und wissensintensiven Dienstleistungen ansprechen.

Bild: Landmarken AG