Dienstag, 6. Oktober 2026

BOGESTRA: Neuer E-Bus-Betriebshof in Bochum-Wattenscheid

Die BOGESTRA hat ihre Pläne für einen neuen Betriebshof für Elektrobusse grundlegend geändert. Statt auf dem ehemaligen Thyssen-Gelände an der Essener Straße in Bochum-Weitmar soll der neue Standort nun auf dem früheren Schlaraffia-Fabrikgelände in Wattenscheid entstehen.

Das Verkehrsunternehmen hat das rund 70.000 Quadratmeter große Grundstück bereits gekauft. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für das Projekt geschaffen. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die Rückbauarbeiten auf dem Gelände bereits 2027 beginnen. Die Inbetriebnahme ist weiterhin für Anfang der 2030er-Jahre vorgesehen.

Neuer Standort auf dem ehemaligen Schlaraffia-Gelände

Das ehemalige Werksgelände des Matratzenherstellers Schlaraffia in Wattenscheid wird zum neuen Standort für die elektrische Busflotte der BOGESTRA. Nachdem Schlaraffia den Fabrikbetrieb im Sommer 2025 aufgegeben hatte, war die Zukunft des Areals zunächst offen. Nun steht fest: Die BOGESTRA hat das gesamte Gelände erworben und will dort ihren neuen E-Bus-Betriebshof errichten.

Nach Angaben des Verkehrsunternehmens erfüllt das Grundstück die technischen und betrieblichen Anforderungen. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem ursprünglich vorgesehenen Standort an der Essener Straße ist das bereits bestehende Planungsrecht. Für das Gelände liegt ein Bebauungsplan vor, sodass ein langwieriger planerischer Vorlauf weitgehend vermieden werden kann.

Montag, 5. Oktober 2026

LOOP 51°7 Bochum: Neues Büroensemble auf MARK 51°7

Am nördlichen Rand des Innovationsquartiers MARK 51°7 an der Wittener Straße plant die Harpen Unternehmensgruppe mit dem LOOP 51°7 ein weiteres großes Büroensemble. Das Projekt soll direkt zwischen dem ZESS-Forschungsbau und dem Möbelhaus Hardeck entstehen und den Eingang zum Wissens- und Technologiecampus markieren.

Die ursprünglichen Planungen aus den Jahren 2021 und 2022 haben sich inzwischen weiterentwickelt. Aktuell wird das Projekt mit insgesamt rund 22.400 Quadratmetern Fläche und drei Gebäuden vermarktet. Die Fertigstellung wird von Harpen inzwischen für 2028 angegeben.

Drei Gebäude mit rund 22.400 Quadratmetern

Das aktuelle Vermietungskonzept sieht drei Gebäudeteile vor:

  • Gebäude A: ca. 10.300 m²
  • Gebäude B: ca. 11.000 m²
  • Gebäude C: ca. 1.100 m²
  • Parkhaus: rund 280 Stellplätze

Damit kommt das Ensemble auf rund 22.400 Quadratmeter Büro- und Nutzfläche. Die aktuellen Angaben stammen von der offiziellen Projektseite.

Das Projekt richtet sich insbesondere an Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Forschung, Entwicklung und wissensintensive Dienstleistungen. Harpen beschreibt LOOP 51°7 als Standort, der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen miteinander verbinden soll.


Bild: &MICA


Sonntag, 4. Oktober 2026

Aral pulse Gigahub Bochum-Wattenscheid: Ladepark an der A40

An der Berliner Straße 60 direkt an der A40 soll einer der größeren Ladeparks von Aral pulse in Deutschland entstehen. Der geplante Gigahub soll künftig ultraschnelles Laden für Elektroautos und Elektro-Lkw ermöglichen.

27 Ladepunkte für Pkw und Lkw

Nach der bisherigen Planung entstehen an der Berliner Straße insgesamt 27 Ladepunkte.

Vorgesehen sind:

  • 24 Ladepunkte für Pkw
  • 3 Ladepunkte für Elektro-Lkw
  • 15 Ultraschnell-Ladesäulen
  • Ladeleistungen von bis zu 400 kW

Je nach Fahrzeug und Batterietechnik sollen Elektroautos innerhalb von etwa zehn Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite nachladen können. Damit wäre der Standort insbesondere für den Verkehr auf der A40 interessant. Die Lage unmittelbar an der Autobahnabfahrt Wattenscheid-West ermöglicht eine schnelle Anbindung an den Ladepark.


Bild: Aral AG

Wohnbebauung Liboriusstraße: 38 neue Wohnungen in Grumme fertig

38 Wohnungen an der Liboriusstraße in Bochum-Grumme fertiggestellt

Bochum-Grumme. An der Liboriusstraße am nördlichen Rand der Bochumer Innenstadt sind zwei neue Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 38 Wohnungen entstanden. Das Wohnprojekt wurde nach mehreren Verzögerungen inzwischen fertiggestellt. Die ersten Wohnungen sind seit 2026 bezugsfertig.

Auf dem rund 2.800 Quadratmeter großen Grundstück entstanden zwei Wohngebäude mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen. Das Angebot reicht von kleineren Wohnungen für Singles und Paare bis hin zu größeren Wohnungen für Familien.

38 neue Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern

Das Neubauprojekt an der Liboriusstraße umfasst insgesamt 38 freifinanzierte Wohnungen. Die ursprünglich geplanten Wohnungsgrößen liegen zwischen etwa 54 und 146 Quadratmetern. Angeboten werden 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Damit soll eine gemischte Bewohnerstruktur entstehen. Neben Einpersonenhaushalten und jungen Paaren richtet sich das Angebot auch an Familien.

Die beiden Mehrfamilienhäuser unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Gebäudehöhe. Ein Gebäude verfügt über vier Geschosse, das zweite über zwei Geschosse sowie ein zusätzliches Staffelgeschoss. Die Gebäude sind barrierearm geplant.

Bild: Vivawest

Samstag, 3. Oktober 2026

Lidl HerBo43 in Herne + Bochum fertiggestellt: Neues Warenverteilzentrum an der Südstraße

Das neue Lidl-Verwaltungs- und Warenverteilzentrum „HerBo43“ an der Südstraße in Herne ist vollständig fertiggestellt und seit Februar 2026 in Betrieb. Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit verfügt der Standort nun über rund 54.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche und gehört damit zu den großen Logistikstandorten der Region.

Das Projekt wurde in zwei Bauabschnitten realisiert. Die Gesamtbauzeit erstreckte sich von April 2023 bis November 2025. Am 4. Februar 2026 wurde der zweite Bauabschnitt offiziell in Betrieb genommen. Damit ist der gesamte Standort nun für die regionale Logistik von Lidl nutzbar.

Neues Logistikzentrum für bis zu 120 Lidl-Filialen

Mit dem Neubau hat Lidl seinen bisherigen Standort an der Südstraße grundlegend modernisiert und erweitert. Das neue Verwaltungs- und Warenverteilzentrum umfasst neben den Lagerflächen auch einen rund 3.500 Quadratmeter großen Verwaltungsbereich. Von Herne aus können künftig bis zu 120 Lidl-Filialen in Nordrhein-Westfalen mit Waren versorgt werden. Insgesamt bietet der Standort eine Lagerkapazität von rund 43.300 Europaletten.

Der Gebäudekomplex ist rund 435 Meter lang, 124 Meter breit und etwa 20 Meter hoch. Die Grundstücksfläche beträgt rund 200.000 Quadratmeter, die eigentliche Lagerfläche rund 52.000 Quadratmeter.


Foto: Lidl


Maggi-Kirche in Bochum wird zum Büro: WBGW baut ehemalige Kirche um

Die markante Maggi-Kirche in Bochum-Westenfeld hat eine neue Aufgabe bekommen. Die ehemalige St.-Nikolaus-Kirche wurde umfassend umgebaut und dient heute als Geschäftsstelle der Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid (WBGW). Aus dem früheren Gotteshaus ist ein moderner Bürostandort entstanden, bei dem die historische Kirchenarchitektur mit einer zeitgemäßen Arbeitswelt verbunden wird.

Ehemalige Kirche wird zur neuen Geschäftsstelle  

Die St.-Nikolaus-Kirche an der Westenfelder Straße wurde 1933 errichtet. 2008 wurde die Kirche im Zuge der Zusammenlegung katholischer Ortsgemeinden außer Dienst gestellt und damit aus der kirchlichen Nutzung genommen. Nach mehreren Jahren ohne ursprüngliche Nutzung erhielt das markante Gebäude schließlich eine neue Perspektive. Die Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid erwarb die ehemalige Kirche und ließ sie zu einem neuen Verwaltungsstandort umbauen.

Heute befinden sich dort die Geschäftsstelle der Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid eG sowie die Räume der Tochtergesellschaft WBGW Bau Service Wattenscheid GmbH. Die markante Architektur der ehemaligen Kirche blieb dabei erhalten. Gleichzeitig wurde das Gebäude im Inneren grundlegend neu organisiert.


St.-Nikolaus-Kirche, 2006 – Foto: Theol / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0


Freitag, 2. Oktober 2026

Herz-Mariä-Kirche Bochum-Günnigfeld wird zu Seniorenwohnungen

Für die ehemalige Herz-Mariä-Kirche an der Kirchstraße zeichnet sich eine ungewöhnliche neue Nutzung ab. Das Kirchengebäude soll erhalten bleiben und künftig als Wohngebäude für Senioren genutzt werden. Auf dem rund 9.000 Quadratmeter großen Grundstück ist außerdem der Neubau einer stationären Pflegeeinrichtung vorgesehen.

Das Projekt wird vom Münchner Projektentwickler commonground Real Estate entwickelt. Die katholische Kirchengemeinde St. Gertrud von Brabant hatte das Areal zuvor in einem Vermarktungsverfahren angeboten. Ziel ist es, den markanten Kirchenbau nicht abzureißen, sondern seine vorhandene Bausubstanz in eine neue Nutzung zu überführen.

Zwei Bauabschnitte geplant

Die Entwicklung des Areals soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Im ersten Abschnitt entsteht auf dem Grundstück eine neue stationäre Pflegeeinrichtung. Die inzwischen konkreter beschriebenen Planungen sehen 90 stationäre Pflegeplätze sowie zehn Plätze für die Kurzzeitpflege vor. Damit soll insgesamt eine Einrichtung mit 100 Pflegeplätzen entstehen. Der Neubau ist mit drei Geschossen vorgesehen.

Für den Neubau müssen zunächst das bisherige Pfarrhaus sowie die ehemalige Kaplanei beziehungsweise weitere vorhandene Gebäude auf dem Grundstück weichen. Nach Angaben der Kirchengemeinde arbeitet commonground bereits mit einem deutschlandweit tätigen Träger aus dem Bereich Alten- und Pflegehilfe zusammen. Die Entwurfsplanung befindet sich in Bearbeitung.


Bild: Max Office