Aus dem ehemaligen Landesbehördenhaus am Marienplatz entsteht das neue „Haus der Musik“. Die Stadt Bochum baut das Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Anneliese Brost Musikforum Ruhr zu einer modernen Zentrale für die Musikschule um. Die Eröffnung ist für Mitte 2028 vorgesehen.
Das Projekt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verteuert. Nachdem eine ursprünglich eingeplante Förderung in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro nicht bewilligt wurde, musste die Stadt ihre Finanzierung und die Planung überarbeiten. Durch Einsparungen sank der kalkulierte Mittelbedarf von rund 29,5 Millionen Euro auf etwa 23,5 Millionen Euro. An den wesentlichen Nutzungszielen und der technischen Ausstattung soll dennoch festgehalten werden.
Aktueller Baufortschritt im Oktober 2026
Die Arbeiten am ehemaligen Behördengebäude sind inzwischen deutlich vorangekommen. Nach dem Entfernen der Einbauten, Böden und schadstoffbelasteten Materialien folgten umfangreiche Rückbau- und Rohbauarbeiten. Bei einer Baustellenbegehung Ende Juni 2026 berichtete die Musikschule, dass das alte Treppenhaus bereits abgerissen worden war. Auch der Innenhof wurde umgestaltet, während das Fundament verstärkt wurde. Damit werden die Voraussetzungen für die neue Erschließung und die geplanten Ergänzungen am Gebäude geschaffen.
Zu den nächsten wesentlichen Arbeiten gehören der Umbau der Tiefgaragenzufahrt, der Rückbau des bestehenden Parkdecks sowie die Errichtung eines neuen Treppen- und Aufzugturms. Zusätzlich sind neue Gebäudeteile vorgesehen. Auch die technischen Gewerke werden vorbereitet: Ende September 2026 wurde beispielsweise ein Vergabeverfahren für Stark- und Schwachstromarbeiten am Haus der Musik veröffentlicht. Das zeigt, dass die technische Ausstattung ein wichtiger Bestandteil der laufenden Projektumsetzung bleibt.
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| Bild: dreibund-architekten |





