Sonntag, 1. November 2026

Quartier Q47 Bochum: 213 Wohnungen – 126 bereits übergeben

Auf dem ehemaligen Gelände der Evangelischen Kirche an der Querenburger Straße entwickelt sich das Quartier Q47 zunehmend zu einem neuen Wohnstandort. Insgesamt entstehen hier 213 moderne Wohnungen in 21 Mehrfamilienhäusern. 

Die Bauarbeiten sind inzwischen weit fortgeschritten: 126 Wohnungen auf den ersten beiden Baufeldern wurden bereits an VIVAWEST übergeben. Auch das dritte Baufeld hat die Abnahme erfolgreich durchlaufen. Auf den verbleibenden Bauabschnitten laufen die letzten Ausbauarbeiten.

Das rund 33.000 Quadratmeter große Grundstück liegt am südlichen Rand der Bochumer Innenstadt. Mit dem Quartier Q47 entsteht hier ein neues Wohngebiet mit barrierearmen Wohnungen, begrünten Außenbereichen und einem weitgehend autofreien Wohnumfeld.

Aktueller Baufortschritt (30. Oktober 2026)

Bei der Entwicklung des Quartiers Q47 konnten in den vergangenen Monaten wichtige Meilensteine erreicht werden. Die 126 Wohnungen auf den Baufeldern 1 und 2 sind inzwischen fertiggestellt und an den Bauherrn VIVAWEST übergeben worden. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner haben ihr neues Zuhause bereits bezogen. Auch auf Baufeld 3 sind die Arbeiten abgeschlossen. Nach der Fertigstellung der Außenanlagen, den letzten Gebäudeausbauarbeiten und der Feinreinigung erfolgte die Abnahme.

Auf den Baufeldern 4 und 5 wird dagegen weiterhin intensiv gearbeitet. Auf Baufeld 4 konzentrieren sich die Arbeiten derzeit auf Malerarbeiten sowie die Feininstallation der Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik. Auf Baufeld 5 stehen unter anderem Fliesenarbeiten in den Bädern und Treppenhäusern, die Verlegung von Vinylböden und weitere Elektroinstallationen auf dem Programm. Zusätzlich werden Restarbeiten an den technischen Gebäudeinstallationen und im Trockenbau ausgeführt.

Die grundlegenden Bauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Dazu zählen der Rohbau, das Wärmedämmverbundsystem, der Innenputz und die Estricharbeiten. Der Schwerpunkt liegt inzwischen auf dem Innenausbau und der Vorbereitung der nächsten Wohnungsübergaben. Mit der Übergabe von 126 Wohnungen ist bereits mehr als die Hälfte des gesamten Wohnungsbestands fertiggestellt.

Bild: Vivawest


Waldring-Höfe Bochum: 287 Wohnungen in Wiemelhausen geplant

Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Jahnel-Kestermann-Getriebewerke soll ein neues Wohnquartier entstehen. Nachdem der ursprüngliche Projektentwickler BPD ausgestiegen war, wurde mit der Bollmann Gruppe und Ten Brinke ein neuer Entwicklungspartner gefunden. Unter dem Namen Waldring-Höfe sind rund 287 Wohnungen und eine Kindertagesstätte geplant. Im Sommer 2026 wurde der überarbeitete Bebauungsplan öffentlich ausgelegt.

Das Areal liegt zwischen Hunscheidtstraße, Waldring und Mozartstraße in Bochum-Wiemelhausen. Wo früher ein traditionsreicher Maschinenbaubetrieb ansässig war, soll ein modernes und durchgrüntes Wohnquartier entstehen. Mindestens 40 Prozent der geplanten Wohnfläche sind für den öffentlich geförderten Mietwohnungsbau vorgesehen.

Vom Industrieareal zum neuen Wohnquartier

Das Gelände wurde bis zur Schließung des Betriebs im Jahr 2016 von den Jahnel-Kestermann-Getriebewerken genutzt. Nach dem Ende der industriellen Nutzung übernahm die Bochum Wirtschaftsentwicklung das Grundstück. Die früheren Betriebsgebäude wurden abgerissen und das Gelände für eine neue Nutzung vorbereitet. Dazu gehörte auch die erforderliche Bodensanierung.

Bereits 2017 wurde das Bebauungsplanverfahren für das Areal angestoßen. Unter dem Namen „ParkViertel“ sollte zunächst ein neues Wohngebiet mit etwa 250 Wohnungen und einer Kindertagesstätte entstehen. Als Projektentwickler war die BPD Immobilienentwicklung GmbH vorgesehen.

Doch das Vorhaben geriet ins Stocken. Anfang 2024 zog sich BPD aus dem Projekt zurück. Als Gründe wurden unter anderem veränderte Marktbedingungen, Verzögerungen im Bebauungsplanverfahren sowie wirtschaftliche Unsicherheiten genannt. Damit musste die Bochum Wirtschaftsentwicklung erneut nach einem Investor suchen. Das Grundstück wurde weiter aufbereitet und anschließend neu vermarktet.


Bild: Kemper,Steiner & Partner, Bochum


Freitag, 30. Oktober 2026

Neues Büro- und Wohnquartier Kreuzstraße Bochum | Digitalriegel am Bermudadreieck

Bochum: Neues Büro- und Wohnquartier an der Kreuzstraße am Bermudadreieck

An der Kreuzstraße unmittelbar am Bochumer Bermudadreieck soll auf einem seit Jahren brachliegenden Areal ein neues Büro- und Wohnquartier entstehen. Nach zahlreichen Planungsänderungen und Verzögerungen nimmt die Entwicklung inzwischen zumindest im Bestand sichtbar Gestalt an. Die Eigentümer wollen das rund 5.200 Quadratmeter große Areal langfristig zu einem Standort für die IT- und Kreativwirtschaft entwickeln.

Das Grundstück liegt im Dreieck von Kreuzstraße, Neustraße und Brüderstraße und befindet sich damit in unmittelbarer Nähe zum Ausgeh- und Gastronomieviertel Bermudadreieck. Über viele Jahre prägten leerstehende Gebäude, brachliegende Flächen und ehemalige Gewerbebauten das Grundstück.

Bereits seit 2015 gibt es Überlegungen, das Areal neu zu entwickeln. Die ursprünglichen Vorstellungen reichten von einem Bürogebäude und einem Ärztehaus bis hin zu altersgerechten Wohnungen. Später wurde ein gemischt genutztes Quartier mit Büro-, Dienstleistungs- und Wohnflächen geplant. Auch ein eigenes Quartier für Unternehmen aus der Kreativwirtschaft war zwischenzeitlich vorgesehen.

Dienstag, 27. Oktober 2026

Janusz-Korczak-Schule Bochum: Neubau für 9,7 Millionen Euro

Die Janusz-Korczak-Schule an der Alleestraße 117 erhält einen Neubau. Die Stadt Bochum plant zusätzliche Klassenräume und flexibel nutzbare Bereiche, um auf den steigenden Raumbedarf der Förderschule zu reagieren. Die Kosten werden inzwischen auf rund 9,7 Millionen Euro geschätzt. Die Fertigstellung ist für Dezember 2030 vorgesehen.

Ursprünglich wollte die Stadt das vorhandene Schulgebäude aufstocken. Da die Statik dies jedoch nicht zulässt, wurde die Planung geändert. Stattdessen soll auf dem Schulgelände ein Neubau entstehen. Dafür muss der bestehende Pavillon weichen.

Neubau statt Aufstockung

Die ursprüngliche Planung sah vor, das bestehende Schulgebäude zu erweitern und zusätzliche Räume durch eine Aufstockung zu schaffen. Dafür waren zunächst rund fünf Millionen Euro vorgesehen. Im Zuge der weiteren Planung stellte sich jedoch heraus, dass die Statik des Gebäudes eine Aufstockung nicht zulässt. Die Stadt entschied sich deshalb für eine alternative Lösung: Anstelle des bisherigen Pavillons soll ein neues Gebäude entstehen.

In den Neubau werden sowohl die bisherigen Nutzungen des Pavillons als auch zusätzliche Räume integriert, die aufgrund steigender Schülerzahlen benötigt werden. Vorgesehen sind außerdem multifunktionale Räume, die von der Schule flexibel für unterschiedliche Zwecke genutzt werden können. Damit soll die Janusz-Korczak-Schule langfristig mehr Platz für Unterricht und schulische Angebote erhalten.

Sonntag, 25. Oktober 2026

Haus der Musik Bochum: Umbau bis Mitte 2028

Aus dem ehemaligen Landesbehördenhaus am Marienplatz entsteht das neue „Haus der Musik“. Die Stadt Bochum baut das Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Anneliese Brost Musikforum Ruhr zu einer modernen Zentrale für die Musikschule um. Die Eröffnung ist für Mitte 2028 vorgesehen.

Das Projekt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verteuert. Nachdem eine ursprünglich eingeplante Förderung in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro nicht bewilligt wurde, musste die Stadt ihre Finanzierung und die Planung überarbeiten. Durch Einsparungen sank der kalkulierte Mittelbedarf von rund 29,5 Millionen Euro auf etwa 23,5 Millionen Euro. An den wesentlichen Nutzungszielen und der technischen Ausstattung soll dennoch festgehalten werden.

Aktueller Baufortschritt im Oktober 2026

Die Arbeiten am ehemaligen Behördengebäude sind inzwischen deutlich vorangekommen. Nach dem Entfernen der Einbauten, Böden und schadstoffbelasteten Materialien folgten umfangreiche Rückbau- und Rohbauarbeiten. Bei einer Baustellenbegehung Ende Juni 2026 berichtete die Musikschule, dass das alte Treppenhaus bereits abgerissen worden war. Auch der Innenhof wurde umgestaltet, während das Fundament verstärkt wurde. Damit werden die Voraussetzungen für die neue Erschließung und die geplanten Ergänzungen am Gebäude geschaffen.

Zu den nächsten wesentlichen Arbeiten gehören der Umbau der Tiefgaragenzufahrt, der Rückbau des bestehenden Parkdecks sowie die Errichtung eines neuen Treppen- und Aufzugturms. Zusätzlich sind neue Gebäudeteile vorgesehen. Auch die technischen Gewerke werden vorbereitet: Ende September 2026 wurde beispielsweise ein Vergabeverfahren für Stark- und Schwachstromarbeiten am Haus der Musik veröffentlicht. Das zeigt, dass die technische Ausstattung ein wichtiger Bestandteil der laufenden Projektumsetzung bleibt.

Bild: dreibund-architekten


Samstag, 24. Oktober 2026

Vonovia Ruhrstadion Bochum: Sanierung bis 2029

Das Vonovia Ruhrstadion an der Castroper Straße wird grundlegend saniert und modernisiert. Die Arbeiten haben 2026 begonnen und sollen bis Sommer 2029 abgeschlossen sein. Die Stadt Bochum investiert dafür nach bisheriger Planung rund 90 Millionen Euro. Das Stadion bleibt während der Bauphase grundsätzlich in Betrieb, allerdings müssen Fans mit gesperrten Tribünenbereichen, eingeschränkten Platzkapazitäten und veränderten Wegen rechnen.

Neben der Sanierung der bestehenden Stadionstruktur sind ein neues Parkhaus, eine zentrale Plaza vor der Osttribüne sowie Verbesserungen bei Kiosken, Sanitäranlagen und Zugängen vorgesehen. Ziel ist es, den traditionsreichen Spielort langfristig für den Profifußball zu sichern und gleichzeitig den Komfort für die Zuschauer zu verbessern.

Warum das Ruhrstadion saniert werden muss

Ausgangspunkt für das Projekt war eine technische Untersuchung aus dem Jahr 2022. Die vom Architekturbüro Albert Speer + Partner durchgeführte technische Due Diligence ergab dringenden Handlungsbedarf bei der Infrastruktur. Ohne umfangreiche Maßnahmen wäre der Stadionbetrieb nach der nächsten vorgeschriebenen technischen Überprüfung im Jahr 2029 gefährdet gewesen.

Bereits 2021 hatte der VfL Bochum gemeinsam mit AS+P mögliche Erweiterungen des Stadions untersuchen lassen. Dabei ging es unter anderem um bessere Eingänge, Parkmöglichkeiten, Sicherheitskonzepte und die Barrierefreiheit. Eine wesentliche Kapazitätserweiterung ließ sich jedoch nicht realisieren.

Die anschließende Planung konzentrierte sich deshalb auf die notwendige Instandsetzung und Modernisierung des Bestands. Die markante Grundform des Stadions soll erhalten bleiben. Die Arbeiten betreffen vor allem das Tragwerk, den Brandschutz, die technische Gebäudeausrüstung und die Besucherbereiche.


Bilder: BoSB mbH


Sonntag, 18. Oktober 2026

inpoint Bochum-Langendreer: Neues Kinder- und Freizeithaus

Direkt am Volkspark Langendreer ist mit dem Kinder- und Jugendfreizeithaus „inpoint“ ein moderner Treffpunkt für Kinder und Jugendliche entstanden. Der Neubau wurde am 28. April 2023 offiziell eröffnet und ersetzt die frühere Einrichtung an der Unterstraße 68–70. Auf rund 600 Quadratmetern stehen verschiedene Freizeit-, Medien- und Aufenthaltsbereiche zur Verfügung.

Neubau ersetzt alte Einrichtung an der Unterstraße

Fast 60 Jahre lang fand die offene Kinder- und Jugendarbeit an der Unterstraße 68–70 statt. Das alte Gebäude war jedoch nicht mehr zeitgemäß und ließ sich nicht mehr sinnvoll sanieren. Deshalb erhielt das Kinder- und Jugendfreizeithaus einen neuen Standort direkt am Volkspark Langendreer.

Die Planung für den Neubau wurde gemeinsam mit den späteren Nutzerinnen und Nutzern entwickelt. Kinder und Jugendliche konnten ihre Wünsche und Ideen einbringen und an der Gestaltung der Innen- und Außenbereiche mitwirken. Der Neubau bietet ungefähr so viel Fläche wie die frühere Einrichtung, verfügt aber über zusätzliche und zeitgemäß ausgestattete Räume. Auch externe Nutzerinnen und Nutzer können bestimmte Bereiche nutzen.


Foto: Stadt Bochum