Sonntag, 25. Oktober 2026

Haus der Musik Bochum: Umbau bis Mitte 2028

Aus dem ehemaligen Landesbehördenhaus am Marienplatz entsteht das neue „Haus der Musik“. Die Stadt Bochum baut das Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Anneliese Brost Musikforum Ruhr zu einer modernen Zentrale für die Musikschule um. Die Eröffnung ist für Mitte 2028 vorgesehen.

Das Projekt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verteuert. Nachdem eine ursprünglich eingeplante Förderung in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro nicht bewilligt wurde, musste die Stadt ihre Finanzierung und die Planung überarbeiten. Durch Einsparungen sank der kalkulierte Mittelbedarf von rund 29,5 Millionen Euro auf etwa 23,5 Millionen Euro. An den wesentlichen Nutzungszielen und der technischen Ausstattung soll dennoch festgehalten werden.

Aktueller Baufortschritt im Oktober 2026

Die Arbeiten am ehemaligen Behördengebäude sind inzwischen deutlich vorangekommen. Nach dem Entfernen der Einbauten, Böden und schadstoffbelasteten Materialien folgten umfangreiche Rückbau- und Rohbauarbeiten. Bei einer Baustellenbegehung Ende Juni 2026 berichtete die Musikschule, dass das alte Treppenhaus bereits abgerissen worden war. Auch der Innenhof wurde umgestaltet, während das Fundament verstärkt wurde. Damit werden die Voraussetzungen für die neue Erschließung und die geplanten Ergänzungen am Gebäude geschaffen.

Zu den nächsten wesentlichen Arbeiten gehören der Umbau der Tiefgaragenzufahrt, der Rückbau des bestehenden Parkdecks sowie die Errichtung eines neuen Treppen- und Aufzugturms. Zusätzlich sind neue Gebäudeteile vorgesehen. Auch die technischen Gewerke werden vorbereitet: Ende September 2026 wurde beispielsweise ein Vergabeverfahren für Stark- und Schwachstromarbeiten am Haus der Musik veröffentlicht. Das zeigt, dass die technische Ausstattung ein wichtiger Bestandteil der laufenden Projektumsetzung bleibt.

Bild: dreibund-architekten


Samstag, 24. Oktober 2026

Vonovia Ruhrstadion Bochum: Sanierung bis 2029

Das Vonovia Ruhrstadion an der Castroper Straße wird grundlegend saniert und modernisiert. Die Arbeiten haben 2026 begonnen und sollen bis Sommer 2029 abgeschlossen sein. Die Stadt Bochum investiert dafür nach bisheriger Planung rund 90 Millionen Euro. Das Stadion bleibt während der Bauphase grundsätzlich in Betrieb, allerdings müssen Fans mit gesperrten Tribünenbereichen, eingeschränkten Platzkapazitäten und veränderten Wegen rechnen.

Neben der Sanierung der bestehenden Stadionstruktur sind ein neues Parkhaus, eine zentrale Plaza vor der Osttribüne sowie Verbesserungen bei Kiosken, Sanitäranlagen und Zugängen vorgesehen. Ziel ist es, den traditionsreichen Spielort langfristig für den Profifußball zu sichern und gleichzeitig den Komfort für die Zuschauer zu verbessern.

Warum das Ruhrstadion saniert werden muss

Ausgangspunkt für das Projekt war eine technische Untersuchung aus dem Jahr 2022. Die vom Architekturbüro Albert Speer + Partner durchgeführte technische Due Diligence ergab dringenden Handlungsbedarf bei der Infrastruktur. Ohne umfangreiche Maßnahmen wäre der Stadionbetrieb nach der nächsten vorgeschriebenen technischen Überprüfung im Jahr 2029 gefährdet gewesen.

Bereits 2021 hatte der VfL Bochum gemeinsam mit AS+P mögliche Erweiterungen des Stadions untersuchen lassen. Dabei ging es unter anderem um bessere Eingänge, Parkmöglichkeiten, Sicherheitskonzepte und die Barrierefreiheit. Eine wesentliche Kapazitätserweiterung ließ sich jedoch nicht realisieren.

Die anschließende Planung konzentrierte sich deshalb auf die notwendige Instandsetzung und Modernisierung des Bestands. Die markante Grundform des Stadions soll erhalten bleiben. Die Arbeiten betreffen vor allem das Tragwerk, den Brandschutz, die technische Gebäudeausrüstung und die Besucherbereiche.


Bilder: BoSB mbH


Sonntag, 18. Oktober 2026

inpoint Bochum-Langendreer: Neues Kinder- und Freizeithaus

Direkt am Volkspark Langendreer ist mit dem Kinder- und Jugendfreizeithaus „inpoint“ ein moderner Treffpunkt für Kinder und Jugendliche entstanden. Der Neubau wurde am 28. April 2023 offiziell eröffnet und ersetzt die frühere Einrichtung an der Unterstraße 68–70. Auf rund 600 Quadratmetern stehen verschiedene Freizeit-, Medien- und Aufenthaltsbereiche zur Verfügung.

Neubau ersetzt alte Einrichtung an der Unterstraße

Fast 60 Jahre lang fand die offene Kinder- und Jugendarbeit an der Unterstraße 68–70 statt. Das alte Gebäude war jedoch nicht mehr zeitgemäß und ließ sich nicht mehr sinnvoll sanieren. Deshalb erhielt das Kinder- und Jugendfreizeithaus einen neuen Standort direkt am Volkspark Langendreer.

Die Planung für den Neubau wurde gemeinsam mit den späteren Nutzerinnen und Nutzern entwickelt. Kinder und Jugendliche konnten ihre Wünsche und Ideen einbringen und an der Gestaltung der Innen- und Außenbereiche mitwirken. Der Neubau bietet ungefähr so viel Fläche wie die frühere Einrichtung, verfügt aber über zusätzliche und zeitgemäß ausgestattete Räume. Auch externe Nutzerinnen und Nutzer können bestimmte Bereiche nutzen.


Foto: Stadt Bochum


Neues Büro- und Wohnquartier Kreuzstraße Bochum | Digitalriegel am Bermudadreieck

Bochum: Neues Büro- und Wohnquartier an der Kreuzstraße am Bermudadreieck

An der Kreuzstraße unmittelbar am Bochumer Bermudadreieck soll auf einem seit Jahren brachliegenden Areal ein neues Büro- und Wohnquartier entstehen. Nach zahlreichen Planungsänderungen und Verzögerungen nimmt die Entwicklung inzwischen zumindest im Bestand sichtbar Gestalt an. Die Eigentümer wollen das rund 5.200 Quadratmeter große Areal langfristig zu einem Standort für die IT- und Kreativwirtschaft entwickeln.

Das Grundstück liegt im Dreieck von Kreuzstraße, Neustraße und Brüderstraße und befindet sich damit in unmittelbarer Nähe zum Ausgeh- und Gastronomieviertel Bermudadreieck. Über viele Jahre prägten leerstehende Gebäude, brachliegende Flächen und ehemalige Gewerbebauten das Grundstück.

Bereits seit 2015 gibt es Überlegungen, das Areal neu zu entwickeln. Die ursprünglichen Vorstellungen reichten von einem Bürogebäude und einem Ärztehaus bis hin zu altersgerechten Wohnungen. Später wurde ein gemischt genutztes Quartier mit Büro-, Dienstleistungs- und Wohnflächen geplant. Auch ein eigenes Quartier für Unternehmen aus der Kreativwirtschaft war zwischenzeitlich vorgesehen.

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Knappschaft Kliniken bauen neues Verwaltungsgebäude in Bochum

Auf dem Gelände des Knappschaft Kliniken Universitätsklinikums Bochum entsteht ein neues Verwaltungsgebäude für die Knappschaft Kliniken Solution GmbH (KKSG). Am 14. Oktober 2026 fand der offizielle Spatenstich statt. 

Die Bauarbeiten hatten bereits am 5. Oktober begonnen. Bis April 2028 soll ein viergeschossiger Neubau mit knapp 5.700 Quadratmetern Fläche fertiggestellt werden. Dort sollen künftig rund 350 Beschäftigte arbeiten.

Viergeschossiger Neubau mit rund 350 Arbeitsplätzen

Der neue Hauptsitz der Knappschaft Kliniken Solution GmbH entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Universitätsklinikum Bochum in Langendreer. Das Gebäude wird vier Vollgeschosse umfassen und unterschiedliche Arbeitsbereiche bieten. Neben Einzelbüros sind offene Teamflächen und Rückzugsbereiche vorgesehen. Ein größerer Konferenzbereich soll künftig für Workshops, Tagungen und verbundweite Veranstaltungen genutzt werden. Mit dem Neubau will die KKSG einen gemeinsamen Standort für ihre Beschäftigten schaffen. Nach Angaben des Unternehmens sollen künftig mehr als 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort arbeiten.





Sonntag, 11. Oktober 2026

BrainFactory Bochum fertiggestellt – Bürogebäude auf MARK 51°7

Mit der BrainFactory Bochum hat die Landmarken AG den ersten Bauabschnitt des Spirit-Office-Konzepts im Ruhrgebiet umgesetzt. Der sechsgeschossige Büroneubau auf dem ehemaligen Opel-Werksgelände MARK 51°7 wurde 2024 fertiggestellt. Hauptmieter ist die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), die rund 7.000 Quadratmeter Bürofläche nutzt. Das Gebäude verbindet flexible Arbeitswelten mit einer markanten Architektur und einer nachhaltigen Energieversorgung durch Grubenwasser-Geothermie.

BrainFactory ist fertiggestellt

Die BrainFactory liegt an der Suttner-Nobel-Allee direkt neben dem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Opelwerks, dem heutigen O-WERK. Der Neubau ist Teil des O-WERK | CAMPUS, den die Landmarken AG auf dem früheren Opel-Areal entwickelt.

Das Gebäude umfasst sechs Geschosse und rund 9.600 Quadratmeter Bruttogrundfläche. In der ursprünglichen Vermarktung war von etwa 8.400 Quadratmetern Bürofläche die Rede. Die unterschiedlichen Angaben beziehen sich auf verschiedene Flächenkennzahlen.

Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 2024. Bereits im Herbst bezog die BG RCI den Großteil der Flächen. Die Berufsgenossenschaft bündelt dort ihre Bochumer Verwaltung und bringt rund 350 Beschäftigte an einem Standort zusammen. Zuvor befand sich die Verwaltung am Waldring 97.

Die BG RCI ist die gesetzliche Unfallversicherung für Unternehmen und Beschäftigte unter anderem aus den Bereichen Rohstoffe und chemische Industrie. Für den Standort Bochum wurde ein langfristiger Mietvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren zuzüglich Verlängerungsoption vereinbart.


Foto: hanbrohat


Samstag, 10. Oktober 2026

Kita und Pflege-WG an der Fröbelstraße in Bochum

An der Fröbelstraße 5 ist auf dem Grundstück eines ehemaligen Schulgebäudes ein Neubau entstanden, der Kinderbetreuung und Wohnen im Alter miteinander verbindet. Neben der Stepke-KiTa Sonnenstrahl befindet sich dort heute die Pflege-Wohngemeinschaft Haus Klara mit insgesamt 20 Plätzen.

KiTa Sonnenstrahl bietet 85 Betreuungsplätze

Die Kindertagesstätte wird von Stepke betrieben und bietet Platz für 85 Kinder in fünf Gruppen. Betreut werden Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Zur Ausstattung gehören Gruppenräume, ein Bewegungsraum, kindgerechte Küchen und ein Außengelände. Das Mittagessen sowie weitere Mahlzeiten werden in der hauseigenen Küche frisch zubereitet.

Die Einrichtung nahm im Herbst 2023 ihren Betrieb auf und ergänzt seitdem das Betreuungsangebot im Stadtteil Bochum-Leithe.

Foto: Heck Wall Systems GmbH