Das Vonovia Ruhrstadion an der Castroper Straße wird grundlegend saniert und modernisiert. Die Arbeiten haben 2026 begonnen und sollen bis Sommer 2029 abgeschlossen sein. Die Stadt Bochum investiert dafür nach bisheriger Planung rund 90 Millionen Euro. Das Stadion bleibt während der Bauphase grundsätzlich in Betrieb, allerdings müssen Fans mit gesperrten Tribünenbereichen, eingeschränkten Platzkapazitäten und veränderten Wegen rechnen.
Neben der Sanierung der bestehenden Stadionstruktur sind ein neues Parkhaus, eine zentrale Plaza vor der Osttribüne sowie Verbesserungen bei Kiosken, Sanitäranlagen und Zugängen vorgesehen. Ziel ist es, den traditionsreichen Spielort langfristig für den Profifußball zu sichern und gleichzeitig den Komfort für die Zuschauer zu verbessern.
Warum das Ruhrstadion saniert werden muss
Ausgangspunkt für das Projekt war eine technische Untersuchung aus dem Jahr 2022. Die vom Architekturbüro Albert Speer + Partner durchgeführte technische Due Diligence ergab dringenden Handlungsbedarf bei der Infrastruktur. Ohne umfangreiche Maßnahmen wäre der Stadionbetrieb nach der nächsten vorgeschriebenen technischen Überprüfung im Jahr 2029 gefährdet gewesen.
Bereits 2021 hatte der VfL Bochum gemeinsam mit AS+P mögliche Erweiterungen des Stadions untersuchen lassen. Dabei ging es unter anderem um bessere Eingänge, Parkmöglichkeiten, Sicherheitskonzepte und die Barrierefreiheit. Eine wesentliche Kapazitätserweiterung ließ sich jedoch nicht realisieren.
Die anschließende Planung konzentrierte sich deshalb auf die notwendige Instandsetzung und Modernisierung des Bestands. Die markante Grundform des Stadions soll erhalten bleiben. Die Arbeiten betreffen vor allem das Tragwerk, den Brandschutz, die technische Gebäudeausrüstung und die Besucherbereiche.
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| Bilder: BoSB mbH |






