An der Berliner Straße 60 direkt an der A40 soll einer der größeren Ladeparks von Aral pulse in Deutschland entstehen. Der geplante Gigahub soll künftig ultraschnelles Laden für Elektroautos und Elektro-Lkw ermöglichen.
27 Ladepunkte für Pkw und Lkw
Nach der bisherigen Planung entstehen an der Berliner Straße insgesamt 27 Ladepunkte.
Vorgesehen sind:
- 24 Ladepunkte für Pkw
- 3 Ladepunkte für Elektro-Lkw
- 15 Ultraschnell-Ladesäulen
- Ladeleistungen von bis zu 400 kW
Je nach Fahrzeug und Batterietechnik sollen Elektroautos innerhalb von etwa zehn Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite nachladen können. Damit wäre der Standort insbesondere für den Verkehr auf der A40 interessant. Die Lage unmittelbar an der Autobahnabfahrt Wattenscheid-West ermöglicht eine schnelle Anbindung an den Ladepark.
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| Bild: Aral AG |
Projektdaten
Projekt: Aral pulse Gigahub
Standort: Berliner Straße 60, Bochum-Wattenscheid
Lage: unmittelbar an der A40 / Anschlussstelle Wattenscheid-West
Betreiber: Aral pulse
Ladesäulen: 15
Ladepunkte: 27
Pkw-Ladepunkte: 24
Lkw-Ladepunkte: 3
Maximale Ladeleistung: bis zu 400 kW
Photovoltaik: auf der Überdachung vorgesehen
Gastronomie: vorgesehen
Lärmschutz: Lärmschutzwand an der Westseite geplant
Bäume: 22 Fällungen / 26 Neupflanzungen vorgesehen
Bauantrag: liegt vor
Aktueller Stand: Genehmigungsverfahren August 2026 abgeschlossen
Baubeginn: noch nicht bestätigt
Fertigstellung: derzeit offen
Überdachter Ladepark mit Photovoltaik
Die Ladebereiche sollen überdacht werden. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Darüber hinaus ist ein gastronomisches Angebot geplant. Der Ladepark soll damit nicht ausschließlich als reine Ladeinfrastruktur dienen, sondern auch Aufenthaltsmöglichkeiten während des Ladevorgangs bieten.
Aral pulse hatte das Projekt im Juni 2024 gemeinsam mit der Stadt Bochum und der Bochum Wirtschaftsentwicklung vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war eine Fertigstellung im Dezember 2025 vorgesehen.
Lärmschutz für die angrenzende Wohnbebauung
Im weiteren Planungsverfahren ist insbesondere der Schutz der angrenzenden Wohnbebauung ein Thema. Nach Angaben der Stadt liegt bereits ein immissionsschutzrechtliches Gutachten vor. Als zentrale Schutzmaßnahme ist eine Lärmschutzwand an der Westseite des Grundstücks vorgesehen.
Die Wand soll zwischen dem geplanten Ladepark und der bestehenden Wohnbebauung errichtet werden und die Geräuschbelastung für die Anwohner reduzieren. Ein aktuelles Verkehrsgutachten befand sich im März 2026 noch in Bearbeitung. Die Auswirkungen des zusätzlichen Verkehrs konnten deshalb zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend bewertet werden.
22 Bäume sollen weichen – 26 neue sind geplant
Auch die Gestaltung des Grundstücks wurde im Genehmigungsverfahren konkretisiert. Im westlichen Bereich des Grundstücks ist die Fällung von 22 Bäumen vorgesehen. Als Ausgleich sollen auf der östlichen Grundstücksfläche 26 neue Bäume gepflanzt werden.
Die entsprechenden Anträge für die Baumfällungen befanden sich im März 2026 noch bei der zuständigen Fachbehörde in Prüfung. Damit sollen mehr neue Bäume gepflanzt werden, als im Zuge der Baumaßnahme entfallen.
Warum der Standort interessant ist
Der geplante Gigahub liegt unmittelbar an der A40 und damit an einer der wichtigsten Verkehrsachsen durch das Ruhrgebiet. Neben der Nutzung durch Pkw soll der Standort ausdrücklich auch für Elektro-Lkw ausgelegt werden. Die drei geplanten Lkw-Ladepunkte sind Teil des zunehmenden Ausbaus der Ladeinfrastruktur für den Güterverkehr.
Aral pulse baut sein Schnellladenetz derzeit bundesweit weiter aus. Im März 2026 hat das Unternehmen zusätzlich erste Standorte mit Megawatt-Ladetechnik bis 1.000 kW für Elektro-Lkw in Betrieb genommen. Der Bochumer Gigahub war in dieser Mitteilung allerdings nicht als solcher Megawatt-Standort genannt.
Update: Oktober 2026 – Baugenehmigung erteilt, Trafo bereits aufgestellt
Beim geplanten Aral-pulse-Ladepark an der Berliner Straße in Bochum-Wattenscheid gibt es nach längerer Verzögerung einen wichtigen Fortschritt: Ende August 2026 wurde die Baugenehmigung erteilt.
Der ursprünglich für Ende 2025 vorgesehene Fertigstellungstermin konnte damit nicht eingehalten werden. Grund für die Verzögerung war unter anderem eine zusätzliche Prüfung durch das Fernstraßen-Bundesamt, da ein Teil des Ladeparks im Baubeschränkungsbereich der A40 liegt. Dafür musste Aral ein aktualisiertes Verkehrsgutachten vorlegen.
Auf dem Grundstück ist inzwischen bereits der Trafo für den Ladepark aufgestellt worden. Das tonnenschwere Gerät wurde Ende Juni mit einem Autokran auf das Gelände gebracht.
Planung wird nochmals angepasst
Trotz der inzwischen erteilten Baugenehmigung ist der eigentliche Bau des Ladeparks noch nicht gestartet. Aral hat das Konzept nach der langen Planungszeit weiterentwickelt. Der Ladepark soll nun in mehreren Abschnitten entstehen. Zusätzlich ist ein kleiner Laden vorgesehen. Durch die Änderungen an der ursprünglichen Planung müssen weitere Anträge beim Bauamt eingereicht und genehmigt werden.Erst anschließend soll der Bau fortgesetzt werden. Damit bleibt der genaue Fertigstellungstermin weiterhin offen.
Quelle:
Pressemitteilung: Aral pulse plant großen Ladepark in Bochum-Wattenscheid

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