Samstag, 4. Juni 2016

Neubau Empfangsgebäude Eisenbahnmuseum | In Planung

„Ein großer Meilenstein für das größte Eisenbahnmuseum Deutschlands ist erreicht“, freut sich Kulturdezernent Michael Townsend.  Das nationale Städtebauprojekt nimmt jetzt richtig Fahrt auf: Zur Teilnahme an dem Realisierungswettbewerb zum Umbau des Eisenbahnmuseums hatten sich 159 Büros aus ganz Deutschland beworben. 20 Büros wurden ausgelost, 18 Entwürfe lagen nun der Jury vor.

Das 13-köpfige Preisgericht tagte am Donnerstag (26. November) im Ratssaal, um die anonymisierten Beiträge des Realisierungswettbewerbes „Empfangsgebäude mit Museumsbahnsteig für das Eisenbahnmuseum Bochum“ zu beurteilen. Acht Stunden beriet die Jury unter dem Vorsitz von Anett-Maud Joppien aus Frankfurt, Professorin für Entwerfen und Gebäudetechnologie an der Technischen Universität Darmstadt. Gegen 18 Uhr standen die anonym mit den Nummern 2005, 2018 und 2011 gekennzeichneten drei Entwürfe als Sieger fest und das Geheimnis um die Verfasser konnte durch Öffnung der  verschlossenen Umschläge mit den Namen gelüftet werden.

Der erste Preis in Höhe von 10.000 Euro geht an Max Dudler aus Berlin. Mitgearbeitet haben Jörg Jakubczak und Niklas Bahners. Der Siegerentwurf zeichnet sich dabei durch eine turmartige Landmarke als Blickfang aus. Die Hülle aus Ziegeln und eine große skulpturale Gebäudeausbildung sind wesentliche und am Ort Eisenbahnmuseum äußerst schlüssig verortete, wesentliche Gestaltungsmerkmale.




Bild: Stadt Bochum

Der zweite Preis in Höhe von 6.000 Euro geht an Reinhard Angelis - Planung Architektur Gestaltung aus Köln. Mitgearbeitet haben Michaela Muckhoff und Ulli Wallner. Der Entwurf setzt mit seiner bemerkenswerten metallischen Ganzkörperaußenhaut einen gut proportionierten Baukörper fast als Skulptur in Szene und setzt an diesem Ort einen besonderen architektonischen Akzent.

Der dritte Preis geht in Höhe von 4.000 Euro an die TPMT Architekten GmbH aus Berlin.
Verfasser ist Philipp Tscheuschler unter Mitarbeit von Matthias Tscheuschler und Lukas Urbicht.  Das junge Büro hat mit seinem feingliederigen Entwurf und seiner akzentuierten Fassaden- und Dachstruktur ein beachtenswertes Zeichen gesetzt.



Die Jury aus Politik, Bundesbauministerium, Eisenbahnmuseum, Stadt Bochum und Architekten wurde dabei von Vertretern der Bauabteilung der Oberfinanzdirektion NRW, der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte und dem Westfälischen Museumsamt beraten.

Das Eisenbahn-Museum zählt zu den 21 „Premium-Projekten“ des Bundes, die eine Jury im November 2014 deutschlandweit ausgewählt hatte. Als nationales Projekt des Städtebaus erhält es drei Millionen Euro, um bis zum Spätsommer 2018 ein Eingangsgebäude mit Gleisanschluss zu errichten. Der Regionalverband Ruhr (RVR) als  künftiger Eigentümer stellt dafür die benötigten Flächen bereit. Bis Ende Januar wird nun die Stadt Bochum mit den drei Siegern in einem Verhandlungsverfahren die weitere Umsetzung klären. Dann wird auch feststehen, welcher der drei  Entwürfe zur Umsetzung gelangt.

Pressemitteilung: Stadt Bochum

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