Samstag, 9. September 2017

Neubau Empfangsgebäude Eisenbahnmuseum | In Bau

„Ein großer Meilenstein für das größte Eisenbahnmuseum Deutschlands ist erreicht“, freut sich Kulturdezernent Michael Townsend.  Das nationale Städtebauprojekt nimmt jetzt richtig Fahrt auf: Zur Teilnahme an dem Realisierungswettbewerb zum Umbau des Eisenbahnmuseums hatten sich 159 Büros aus ganz Deutschland beworben. 20 Büros wurden ausgelost, 18 Entwürfe lagen nun der Jury vor.

Das 13-köpfige Preisgericht tagte am Donnerstag (26. November) im Ratssaal, um die anonymisierten Beiträge des Realisierungswettbewerbes „Empfangsgebäude mit Museumsbahnsteig für das Eisenbahnmuseum Bochum“ zu beurteilen. Acht Stunden beriet die Jury unter dem Vorsitz von Anett-Maud Joppien aus Frankfurt, Professorin für Entwerfen und Gebäudetechnologie an der Technischen Universität Darmstadt. Gegen 18 Uhr standen die anonym mit den Nummern 2005, 2018 und 2011 gekennzeichneten drei Entwürfe als Sieger fest und das Geheimnis um die Verfasser konnte durch Öffnung der  verschlossenen Umschläge mit den Namen gelüftet werden.

Der erste Preis in Höhe von 10.000 Euro geht an Max Dudler aus Berlin. Mitgearbeitet haben Jörg Jakubczak und Niklas Bahners. Der Siegerentwurf zeichnet sich dabei durch eine turmartige Landmarke als Blickfang aus. Die Hülle aus Ziegeln und eine große skulpturale Gebäudeausbildung sind wesentliche und am Ort Eisenbahnmuseum äußerst schlüssig verortete, wesentliche Gestaltungsmerkmale.

Bild: Stadt Bochum
Der zweite Preis in Höhe von 6.000 Euro geht an Reinhard Angelis - Planung Architektur Gestaltung aus Köln. Mitgearbeitet haben Michaela Muckhoff und Ulli Wallner. Der Entwurf setzt mit seiner bemerkenswerten metallischen Ganzkörperaußenhaut einen gut proportionierten Baukörper fast als Skulptur in Szene und setzt an diesem Ort einen besonderen architektonischen Akzent.

Der dritte Preis geht in Höhe von 4.000 Euro an die TPMT Architekten GmbH aus Berlin.
Verfasser ist Philipp Tscheuschler unter Mitarbeit von Matthias Tscheuschler und Lukas Urbicht.  Das junge Büro hat mit seinem feingliederigen Entwurf und seiner akzentuierten Fassaden- und Dachstruktur ein beachtenswertes Zeichen gesetzt.

Die Jury aus Politik, Bundesbauministerium, Eisenbahnmuseum, Stadt Bochum und Architekten wurde dabei von Vertretern der Bauabteilung der Oberfinanzdirektion NRW, der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte und dem Westfälischen Museumsamt beraten.

Das Eisenbahn-Museum zählt zu den 21 „Premium-Projekten“ des Bundes, die eine Jury im November 2014 deutschlandweit ausgewählt hatte. Als nationales Projekt des Städtebaus erhält es drei Millionen Euro, um bis zum Spätsommer 2018 ein Eingangsgebäude mit Gleisanschluss zu errichten. Der Regionalverband Ruhr (RVR) als  künftiger Eigentümer stellt dafür die benötigten Flächen bereit. Bis Ende Januar wird nun die Stadt Bochum mit den drei Siegern in einem Verhandlungsverfahren die weitere Umsetzung klären. Dann wird auch feststehen, welcher der drei  Entwürfe zur Umsetzung gelangt.

Pressemitteilung: Stadt Bochum

Update 09.09.2017 

Mit dem symbolischen „Ersten Spatenstich“ haben am Mittwoch (30. August) die Arbeiten am neuen Eingangsgebäude des Eisenbahnmuseums in Bochum-Dahlhausen begonnen. n nur zwölf Monaten sollen neben dem Parkplatz das neue Eingangsgebäude mit Empfang, Kasse, Museumsshop, Ausstellungsflächen und Sanitäranlagen sowie ein neuer Museumsbahnsteig entstehen. Der Entwurf des renommierten Schweizer Architekten Max Dudler sieht einen markanten Ziegelbau mit einem länglichen Gebäudekörper und einer weithin sichtbaren turmartigen Landmarke als Blickfang vor. Zusätzlich zum Engagement von Bund und Stadt wird der Bau maßgeblich gefördert durch den Regionalverband Ruhr (RVR).

Das Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen ist das größte private Eisenbahnmuseum Deutschlands und zugleich Ankerpunkt der Route der Industriekultur. Rund 50.000 bis 70.000 Besucherinnen und Besucher besichtigen jährlich den Ringlokschuppen, dieDrehscheibe und die mehr als 120 historischen Schienenfahrzeuge in den verschiedenen Hallen des denkmalgeschützten ehemaligen Bahnbetriebswerkes.

Pressemitteilung: Stadt Bochum

Bild: Max Dudler | Stadt Bochum
 

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