Samstag, 8. April 2017

Tumorzentrum am Knappschaftskrankenhaus | In Bau

Am Knappschaftskrankenhaus wurde im November 2014 der Grundstein für ein neues Tumorzentrum gelegt. Für rund 15 Millionen Euro entsteht auf einem Teil des Besucherparkplatzes bis Ende 2016 ein sechsgeschossiger, moderner Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von fast 7000 Quadratmetern. Das Richtfest ist für das Jahr 2015 geplant. Bauherren für den Bau des Tumorzentrums sind gemeinschaftlich das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum sowie die Knappschaft-Bahn-See.

Im Tumorzentrum untergebracht werden folgende Funktionseinheiten:

  • Sekundäres Rechenzentrum der Knappschaft-Bahn-See
  • Praxis für Strahlentherapie
  • Apotheke
  • Sanitätshaus Watermann
  • Verwaltung des Knappschaftskrankenhauses
  • Nuklearmedizin und ein Teil der Radiologie
  • Arztpraxen
Ziel des Stahl-Beton-Skelettbaus mit sogenanntem „aussteifendem Kern“ ist es, ein Gebäude zu schaffen, das seine Stabilität nur durch die Außenwand, einige wenige Stützen sowie einem stabilen Kern im Inneren erhält. Durch diese pragmatische Bauweise entfallen tragende Wände, so dass diese nach Belieben eingesetzt und später verändert werden können. Auf diese Weise kann das Gebäude stets an die Anforderungen und Bedürfnisse der jeweiligen Nutzung angepasst werden. Die Flexibilität zeigt sich zudem bei den einkalkulierten Ausbaureserven für die Haustechnik. So kann man auf geänderte oder ergänzende technische Anforderungen, die sich möglicherweise erst in einigen Jahren ergeben, ohne große Aufwand reagieren.

Damit das Tumorzentrum innen hell und freundlich wirkt, sind neben der völlig verglasten, zweigeschossigen Anbindung zum Hauptgebäude des Knappschaftskrankenhaues ein großzügiger Eingangsbereich und durchgängig viele Fenster eingeplant. Und auch hier wurde wieder viel Wert auf die Möglichkeit zur einfachen Veränderbarkeit gelegt.

Je nachdem, ob ein Büro mit viel Tageslicht gewünscht ist oder eher ein völlig dunkler Raum, werden Fenster oder lichtundurchlässige Paneele eingesetzt. Die so entstehende ungleichmäßige Verteilung bringt Bewegung in die Fassade und macht jede Gebäudeseite zu einer einzigartigen Erscheinung. Ansonsten wird die Fassade geprägt von einem Mäander, einem rechtwinkligen Ornament, und von einer insgesamt zeitlosen Gestaltung, die sich harmonisch in den vorhandenen Gebäudebestand einfügt.

Pressemitteilung: Knappschaftskrankenhaus

Bild: Weicken Architekten

Die Rohrbauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen wie man auf diesem aktuellen Foto (April 2017) sehen kann. Doch insgesammt verzögert sich die Fertigstellung. Eigentlich sollte der Bau bereits Ende 2016 fertig werden.




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