Dienstag, 29. September 2026

OCS-Firmensitz auf MARK 51°7 Bochum: Aktueller Baufortschritt

Auf dem Zukunftsareal MARK 51°7 entsteht derzeit die neue Firmenzentrale der OCS Optical Control Systems GmbH. Das Unternehmen verlegt seinen bisherigen Hauptsitz von Witten nach Bochum und bündelt künftig Entwicklung, Produktion, technische Bereiche und Verwaltung an einem gemeinsamen Standort.

Nach dem offiziellen Spatenstich im Oktober 2025 sind die Bauarbeiten inzwischen deutlich vorangeschritten. Aktuell konzentriert sich das Projekt auf die Erd- und Gründungsarbeiten. Für die anspruchsvolle Tiefgründung wurden nach aktuellen Angaben bereits 424 Rammpfähle eingesetzt. Hintergrund sind die schwierigen Bodenverhältnisse auf dem ehemaligen Zechengelände und dem früheren Opel-Werksareal.


Bild: OCS


Rund 14.000 Quadratmeter für Entwicklung und Produktion

Das neue OCS-Hauptquartier entsteht an der Robert-Bosch-Straße 12 auf MARK 51°7. Das Grundstück ist rund 6.000 Quadratmeter groß. Auf dem Areal entsteht ein viergeschossiger Gebäudekomplex mit insgesamt etwa 14.000 Quadratmetern Nutzfläche.

Das Gebäude wird nicht ausschließlich als klassisches Bürogebäude genutzt. OCS benötigt an seinem neuen Standort vor allem Flächen für die Entwicklung und Herstellung seiner optischen Mess- und Prüfsysteme.

Geplant sind deshalb unter anderem:

  • Entwicklungs- und Produktionsflächen
  • technische Bereiche
  • Lager- und Logistikflächen
  • ein Kundenzentrum zum Testen und Abnehmen der Anlagen
  • Büro- und Besprechungsräume
  • Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche
  • eine Tiefgarage
  • ein großzügiger Anlieferungsbereich

In dem neuen Gebäude sollen künftig rund 200 Beschäftigte arbeiten. OCS entwickelt und produziert optische Analyse- und Qualitätssicherungssysteme, die unter anderem in der Kunststoff- und Petrochemieindustrie eingesetzt werden.


Projektdaten

Projekt: Neubau der OCS-Firmenzentrale
Unternehmen: OCS Optical Control Systems GmbH
Standort: MARK 51°7, Robert-Bosch-Straße 12, Bochum-Laer
Grundstück: ca. 6.000 m²
Nutzfläche: ca. 14.000 m²
Gebäude: vier Geschosse + Tiefgarage
Innenhof: ca. 1.500 m²
Tiefgarage: 35 Stellplätze
Arbeitsplätze: ca. 200
Photovoltaik: 570 Module / ca. 250 kWp
Gründung: 424 Rammpfähle
Architektur: Projektphasen unter anderem AB-L Architekturbüro Lietz / msp architekten
Bau: ARGE Runkel Hochbau GmbH und Otto Quast Bauunternehmen GmbH & Co. KG
Bauherr: OCS-Projektgesellschaft
Baubeginn: Oktober 2025
Aktueller Stand: Erd- und Gründungsarbeiten
Geplante Fertigstellung: Ende 2027


Architektur: Produktion und Büro unter einem Dach

Architektonisch unterscheidet sich der Neubau deutlich von einem klassischen Bürokomplex. Der Gebäudekomplex verbindet industrielle Produktionsbereiche mit modernen Büro- und Kommunikationsflächen. Die unterschiedlichen Nutzungen werden in einem zusammenhängenden Baukörper organisiert.

Besonders prägend ist ein rund 1.500 Quadratmeter großer begrünter Innenhof. Er liegt im Zentrum des Gebäudes und wird von den zweigeschossigen Bürobereichen eingefasst. Der Innenhof soll nicht nur der Belichtung und Belüftung dienen, sondern auch als Aufenthalts- und Kommunikationsbereich für die Beschäftigten genutzt werden. Vorgesehen sind Grünflächen, gemeinschaftlich nutzbare Bereiche und Möglichkeiten für Sport und Erholung.

Damit wird die Architektur bewusst nicht ausschließlich auf die industrielle Nutzung ausgerichtet. Vielmehr sollen Produktion, Entwicklung und Büroarbeit mit Bereichen für Kommunikation und Aufenthalt miteinander verbunden werden.


Bild: OCS


Zwei Bürogeschosse um einen grünen Innenhof

Ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs sind die zwei Bürogeschosse, die den zentralen Innenhof umschließen. Hier entstehen moderne Büro-, Entwicklungs- und Besprechungsbereiche. Gleichzeitig ist eine flexible Nutzung mit Erweiterungsmöglichkeiten vorgesehen. Der Innenhof bildet damit eine Art grünes Zentrum des Unternehmensstandortes. Er schafft einen geschützten Außenraum mitten im gewerblich geprägten MARK-51°7-Areal. Auch Dachflächen werden für die nachhaltige Gestaltung genutzt. Vorgesehen sind begrünte Retentionsdächer, die Regenwasser zurückhalten und damit zur Entlastung der Entwässerung beitragen.


Schwierige Baugrundverhältnisse

Eine Besonderheit des Projektes liegt im Untergrund. Das Grundstück befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Zeche und des späteren Opel-Werks. Entsprechend mussten bei der Planung unterschiedliche Bodenverhältnisse und mögliche Altlasten berücksichtigt werden.

Für die Gründung des neuen Gebäudes sind deshalb umfangreiche Tiefbauarbeiten notwendig. Nach aktuellen Angaben wurden 424 Rammpfähle eingebracht. Auch die Bodenplatte wird als wasserundurchlässige Konstruktion ausgeführt. Die anspruchsvolle Gründung ist damit einer der technisch aufwendigsten Teile des Bauprojekts.


Das Gelände wird für die Architektur genutzt

Interessant ist auch die Topografie des Grundstücks. Das Gelände weist einen Höhenunterschied von rund drei Metern auf. Der Entwurf nutzt diesen Höhenversatz für die Organisation der unterschiedlichen Gebäudefunktionen. Der repräsentative Haupteingang ist von der Robert-Bosch-Straße aus sichtbar. Auf der tieferliegenden Seite befinden sich dagegen unter anderem die Anlieferung und die Zufahrt zur Tiefgarage. Dadurch können Lager, Produktion, technische Bereiche und Logistik funktional miteinander verbunden werden, ohne dass der repräsentative Eingangsbereich dadurch beeinträchtigt wird.


Bild: OCS


Tiefgarage mit 35 Stellplätzen

Unterhalb des Gebäudes entsteht eine Tiefgarage mit 35 Stellplätzen. Zusätzlich wird ein großzügiger Bereich für die Anlieferung vorgesehen. Das ist insbesondere für OCS wichtig, da am neuen Standort nicht nur Büroarbeit stattfindet, sondern auch größere technische Anlagen entwickelt, gefertigt und getestet werden. Der Neubau muss deshalb sowohl den Anforderungen eines modernen Unternehmenssitzes als auch eines Produktions- und Technikstandortes gerecht werden.


Nachhaltigkeit als wichtiger Bestandteil

Das neue OCS-Gebäude soll energetisch und ökologisch auf einem hohen Niveau betrieben werden. Auf den begrünten Dachflächen wird eine Photovoltaikanlage installiert. Nach den aktuellen Projektangaben sind 570 Photovoltaikmodule mit einer Leistung von insgesamt rund 250 kWp vorgesehen. Die Dachbegrünung übernimmt gleichzeitig eine wichtige Funktion beim Regenwassermanagement. Als Retentionsdächer können die Flächen Niederschlagswasser zurückhalten.

Auch bei der Wärme- und Kälteversorgung wird das vorhandene Energiesystem von MARK 51°7 genutzt. Das Gebäude wird an das von den Stadtwerken Bochum betriebene Geothermie-Wärme- und Kältenetz angeschlossen. Nach Angaben der Business Metropole Ruhr soll der Neubau dadurch insgesamt nahezu klimaneutral betrieben werden können.


Neuer Standort für ein wachsendes Technologieunternehmen

Für OCS ist der Neubau ein wichtiger Schritt in der Unternehmensentwicklung. Das Unternehmen wurde 1990 gegründet und entwickelt Systeme zur optischen Qualitätskontrolle. Die Anlagen werden unter anderem zur Untersuchung und Überwachung von Kunststoffen, Folien und anderen industriellen Materialien eingesetzt.

Der neue Standort soll die bisher auf mehrere Bereiche verteilten Funktionen zusammenführen und gleichzeitig Platz für weiteres Wachstum schaffen. OCS begründet den Neubau unter anderem mit dem starken Wachstum des Unternehmens und dem Wunsch nach modernen Arbeitsbedingungen für Entwicklung, Produktion und Verwaltung.


Aktueller Baufortschritt 2026

Nach dem Spatenstich im Oktober 2025 starteten die vorbereitenden Arbeiten. Im Januar 2026 waren die Erdarbeiten bereits sichtbar angelaufen.

Im Laufe des Jahres ging das Projekt in die anspruchsvollere Gründungsphase über. OCS berichtete zuletzt selbst, dass aktuell insbesondere die Grund- und Tiefgründungsarbeiten vorangetrieben werden. Eine Baustellen-Webcam ermöglicht zudem einen laufenden Blick auf die Entwicklung des Projektes.

Die aktuelle Projektübersicht der Business Metropole Ruhr nennt eine Fertigstellung bis Ende 2027. Damit weicht der derzeit kommunizierte Zeitplan von der früheren Angabe einer Fertigstellung im ersten Quartal 2028 ab.




Baustelle im Januar 2026

Baustelle im August 2026



Quellen: 

OCS Optical Control Systems, Business Metropole Ruhr, OTTO QUAST und Runkel Firmengruppe.


Texte mit Hilfe von KI erstellt

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