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Mittwoch, 24. Mai 2023

Umbau Husemannplatz | In Bau

Der zuletzt 1984 umgestaltete Husemannplatz soll umfassend erneuert werden. Die neue Platzgestaltung sieht einen neuen, begrünten Pavillon vor, die so genannte „Green Cloud“, während das Pendant, die „Blue Cloud“, dem Ensemble eine Licht- und Wasserinstallation hinzufügt. Der Baubeginn ist für Anfang 2023 vorgesehen.

Entstehen soll an dieser Stelle die zentrale Verbindung zwischen der „alten Innenstadt“ und den neuen Gebäuden entlang der Viktoriastraße. Die bisherige Bebauung muss dafür weichen, neu errichtet wird dagegen die „Green Cloud“, ein begrüntes Gebäude, das unter anderem ein Café enthält, einen Spielplatz, eine öffentliche Toilette und einen Zugang zur Tiefgarage. Die „Blue Cloud“ wird ein digitales Wasserspiel. Sie besteht aus einer Wasserfläche mit einem Durchmesser von etwa zehn Metern und Nebeldüsen, die an heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Interaktive Projektoren sollen farbige Lichtbilder auf die Wasserfläche und die Nebelwände malen.

Der Platz erhält 18 neue Bäume. Im Schatten dieser Bäume können die Platzbesucherinnen und -besucher dann auf neuen Bänken im modernen Design Platz nehmen. Die Platzoberfläche wird aus hochwertigen Natursteinmaterial bestehen, unterirdisch sorgen Baumrigolen für die Speicherung von Regenwasser. Der Jobsiade-Brunnen bleibt auf dem Platz, allerdings an neuer Stelle. Das beliebte Kunst- und Spielobjekt wird künftig neben dem Gebäude der Deutschen Bank zu finden sein. Ebenfalls erhalten bleibt der Gedenkort an Fritz Husemann. Die Steinplatte mit dem Schriftzug wird ausgeschnitten und an der Seite des neuen Pavillons wieder aufgestellt. Die Kosten für die Neugestaltung des Husemannplatzes betragen rund acht Millionen Euro. Der Umbau soll insgesamt rund zwei Jahre dauern.


Bilder: Sinai Landschaftsarchitekten

Update 24.05.2023

„Mehr Grün, mehr Wasser, mehr Qualität - Wir bauen einen modernen und attraktiven Platz für die Bochumerinnen und Bochumer mitten in der City“, so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Spielen, staunen, relaxen, genießen – all das wird hier bald möglich sein.“ Gemeint ist der Husemannplatz. Er ist einer der größten und bedeutendsten öffentlichen Plätze in der Bochumer Innenstadt. Und fast 40 Jahre nach der letzten Umgestaltung wird er nun als Teil der Vision Innenstadt 2030 umfassend modernisiert und hochwertig gestaltet. Am Freitag, 19. Mai, haben die Arbeiten zum Neubau des Husemannplatzes mit einem symbolischen Spatenstich durch OB Thomas Eiskirch und Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke offiziell begonnen.

„Der Husemannplatz wird in Zukunft viele Funktionen und Formen, Altes und Neues harmonisch vereinen. Er wird zur zentralen Verbindung zwischen den stilbildenden, traditionsreichen Gebäuden der Innenstadt und den neuen, modernen Bauwerken entlang der Viktoriastraße“, verspricht Dr. Markus Bradtke.

Im Vordergrund der Umgestaltung steht vor allem die ästhetische Aufwertung und das Schaffen eines Entrees für das Viktoria Karree und für die künftige Markthalle im Haus des Wissens. Der Entwurf des Büros SINAI Gesellschaft für Landschaftsarchitektur mbH aus Berlin sieht ein signifikantes Freiraumkonzept für Aufenthalt, Treffpunkt, Grün und Digitalität in der Innenstadt vor.

Anfang Februar fiel der Startschuss für die Baumaßnahmen mit dem Rückbau der alten Gebäude. Jetzt ist der Abbau abgeschlossen und die Neugestaltung kann beginnen, um diesem zentralen Treffpunkt in der Innenstadt eine neue Aufenthaltsqualität zu verleihen.

Ein erster Schritt auf dem Weg zum neuen Husemannplatz war bereits im letzten Jahr erfolgt: die Demontage des beliebten Jobsiade-Brunnens. Dieser wird für die Dauer der Arbeiten bei einer Fachfirma eingelagert und erhält eine neue Brunnentechnik. Nach Fertigstellung des Platzes wird dann der Jobsiade-Brunnen wieder aufgestellt - vor dem Gebäude der Deutschen Bank.

Die Gesamtkosten inklusive Planung, Gutachten, Abdichtung der Tiefgarage, Hochbau und Freianlagen belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro. Insgesamt sind für dieses Projekt zwei Jahre Bauzeit eingeplant.

Pressemitteilung: Die Neugestaltung des Husemannplatzes beginnt

Montag, 31. Oktober 2022

Umbau Nordufer des Ümminger Sees | In Bau

Die Stadt Bochum baut mit Mitteln des Bundes und der Europäischen Union aus dem Förderprojekt der Grünen Infrastruktur am nördlichen Ufer des Ümminger Sees neue hochwertige Aufenthaltsbereiche. Ziel der Maßnahme ist es, die modernen Anforderungen an ein wohnungsnahes Erholungsgebiet zu erfüllen und das Freizeitangebot zu verbessern. Dazu sind folgende Maßnahmen geplant: Der neue, breite Zugangsbereich zum Wasser wird mit Bäumen und Bänken ausgestattet. Das Ufer wird in Richtung Seefläche verschoben und eine Promenade mit Sitzstufen, Bankstellplätzen, einer Baumreihe und Schilfbuchten entsteht.

Die Gewässerökologie mit dem Harpener Bach und dem zugeleiteten Grubenwasser wird an die heutigen ökologischen Anforderungen angepasst. Erforderliche technische Bauwerke für die Gewässerführung und den Hochwasserschutz werden integriert. Zugleich findet der Harpener Bach auf der ehemaligen Gehölzfläche seinen neuen, offenen, natürlichen Verlauf. Das Grubenwasser wird durch eine Leitung weiterhin in den Ümminger See fließen, damit er nicht trockenfällt. Bevor diese Maßnahmen starten können, wird ein Teil des Sees durch einen Damm trockengelegt. Die Fische werden entnommen und in neue Lebensräume umgesetzt. Im Anschluss findet eine Kampfmittelsondierung statt. Die Bauarbeiten werden bis Ende 2023 andauern. Umleitungen der vor Ort gesperrten Wegebereiche sind ausgeschildert. Die Baukosten belaufen sich auf 8,8 Millionen Euro.

Foto: Stadt Bochum

Sonntag, 30. Oktober 2022

Umgestaltung des August-Bebel-Platzes | In Planung

Der Gewinner für die Neugestaltung des August-Bebel-Platzes in Wattenscheid steht fest: Die Büros bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau (Berlin) und ISAPLAN Ingenieur (Stuttgart) haben nach Meinung der Jury den überzeugendsten Entwurf vorgelegt. „Die beiden Büros haben verdientermaßen den 1. Platz belegt. Die Entscheidung war einstimmig. Mit ihren Ideen verknüpfen sie eine klare und überzeugende Platzgestaltung mit den Wettbewerbsanforderungen Zukunftsfähigkeit, Klimafreundlichkeit und Nutzbarkeit des Platzes. Schließlich muss der Platz auch in den kommenden 40 Jahren funktionieren“, sagt der Juryvorsitzende Prof. Kunibert Wachten, emeritierter Inhaber des Lehrstuhls und Instituts für Städtebau und Landesplanung an der RWTH Aachen.

Insgesamt acht Arbeitsgemeinschaften aus den Bereichen Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung haben Pläne für die Umgestaltung des Platzes eingereicht. Knapp 100 Bochumerinnen und Bochumer haben am Dienstag, 25. Oktober, im Rahmen eines Bürgerdialogs die Entwürfe besichtigt und erste Anmerkungen abgegeben.

Diese Anmerkungen wurden dann der hochkarätig besetzten Jury aus Fach- und Sachpreisrichterinnen und -richtern zugänglich gemacht, die am Mittwoch, 27. Oktober, zur Entscheidungsfindung im städtebaulichen Wettbewerb zusammenkam. Ziel der Platzneugestaltung ist es, einen zukunftsfähigen Ort zu schaffen, an dem man sich gerne aufhält, an dem man die Geschäfte gut erreicht, der den Klimawandel berücksichtigt, der ein repräsentatives Eingangstor zu Innenstadt ist und gleichzeitig eine Drehscheibe für den Öffentlichen Nahverkehr. Dazu wird der Platz autofrei.

„Nachdem nun der Siegerentwurf feststeht, werden wir in die Detailplanung gehen. Zudem schauen wir, welche guten Ideen und Anregungen der Wattenscheiderinnen und Wattenscheider wir noch übernehmen können“, erklärt Jens Rehwinkel, Leiter des Bereichs Stadterneuerung der Stadt Bochum. „Das nimmt dann noch ein wenig Zeit in Anspruch. Außerdem müssen wir den Umbau noch zur Förderung anmelden“, ergänzt er. Voraussichtlich 2025 steht der finale Plan fest.

Pressemitteilung: Fachjury kürt besten Entwurf für die Umgestaltung des August-Bebel-Platzes


Bild: bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau und ISAPLAN Ingenieur

Montag, 15. April 2019

Neugestaltung des Zentralen Omibusbahnhofes (ZOB) Bochum | Fertig

Vor kurzem wurden die Ausbaupläne für die Umgestaltung des ZOB vorgestellt. Die Stadt hat auf dieser Grundlage das Büro Ambrosius Blanke Verkehr Infrastruktur (abvi, Bochum) mit der Ausführungsplanung der Oberfläche und das Büro Heinrich Böll Architekten (Essen) mit dem Entwurf des Bussteigdaches beauftragt. Mit dieser Planung hat die Verwaltung auch einen Förderantrag beim VRR gestellt, der wahrscheinlich im Herbst 2015 genehmigt wird. Der neue ZOB soll ein unabhängiges Ein- und Ausfahren der Linienbusse, sowie die Barrierefreiheit für die Fahrgäste bieten. Planerisch sind daher 8 Haltepositionen in Sägezahnanordnung vorgesehen. Davon sind fünf für Gelenkbusse dimensioniert. Ein unabhängiges An- und Abfahren aller Positionen soll so möglich sein.

Der ZOB wird räumlich zu Lasten der Wittener Straße nach Osten hin ausgedehnt. Dies wird ermöglicht durch den Rückbau des in der Wittener Straße noch vorhandenen alten Gleiskörpers sowie eine Verschiebung bzw. Neuaufteilung der Fahrspuren in der Wittener Straße. Die Ortsfahrbahn vor dem DB-Gebäude, sowie die dort befindliche Baumreihe wird überplant. Das Grundkonzept des bisherigen ZOB bleibt im Zuge der Erweiterung erhalten. Die Zufahrt erfolgt weitestgehend über den Kurt-Schumacher-Platz, eine Ausnahme bilden die Buslinien, die aus Richtung Boulevard / Rathaus kommen. Sie fahren den ZOB über die nordöstliche Zufahrt an. Zukünftig werden 3 Liegezeitenplätze für Busse vorhanden sein, von denen zwei für Gelenkbusse ausgelegt sind.

Im Kreuzungsbereich Kurt- Schumacher-Platz/Wittener Straße wird am Fahrbahnrand ein Radweg angelegt, der stadtauswärts den Radfahrer sicher an dem ZOB und an der Reisbushaltestelle unter der DB-Brücke entlang führen soll. Durch die Umgestaltung und Erweiterung des ZOB müssen die 18 Kastenplatanen, die sich in dem Trennstreifen zwischen dem ZOB und der heutigen Umfahrt (Anlieferung, Hotelvorfahrt) befinden, gefällt werden. Es werden keine neuen Bäume als Ersatz gepflanzt.

Bild: Stadt Bochum



Mit der Planung des Bussteigdaches wurde im Rahmen der Gesamtkonzeption “Roter Teppich“
das Büro Heinrich Böll, Essen betraut. Böll hat zwei unterschiedliche Entwurfsansätze entwickelt. Die Variante A wird umgesetzt.

Variante A

Bild: Stadt Bochum

Bild: Stadt Bochum

Die Durchführung der Bauarbeiten soll in den Jahren 2016/17 erfolgen. Zur Durchführung der Arbeiten wird der ZOB voll gesperrt. Für alle Buslinien soll südlich vom Hauptbahnhof (Ausgang Buddenbergplatz) auf der Ferdinandstraße ein Ersatzhaltepunkt eingerichtet werden.

Quelle: Stadt Bochum



Update 08.01.2017

Ab nächster Woche biginnen die Bauarbeiten an der Neugestaltung des Zentralen Omibusbahnhofes (ZOB) Bochum. Im Rahmen dieser Arbeiten wird auch der gesamte Kreuzungsbereich Wittener Straße/Kurt-Schumacher-Platz neu geordnet und asphaltiert. Durch die Entfernung der alten Gleisanlagen aus der Wittener Straße kann dieser Raum genutzt werden, um den Mittelbussteig des ZOB in Richtung Nordosten zu verlängern und so mehr Halteplätze für Linienbusse zu schaffen.

Das alte Dach mit seinen vielen Halbrund-Konstruktionen wird durch ein durchgehenden Flachdach ersetzt. Und der Untergrund für die Busse wird ebenfalls vollständig erneuert. Auch die Bussteige werden etweitert und neugestaltet. Die Anzahl wird sich nun von sechs auf acht erhöhen, sie werden auch in Form einer Zahnung angeordnet, die Busse stoppen am Bussteig dann schräg statt wie bisher parallel dazu.

Zudem bekommt der ZOB mehr Sitzgelegenheiten, eine hellere Beleuchtung, eine dynamische Fahrgastinformation (DFI) auf jedem Bussteig, einen barrierefreien Zugang zu den Bussen, ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte und windgeschützte Wartemöglichkeiten mit Sitz- und Stehplätzen. Das Mitarbeiterhäuschen der Bogestra auf der Businsel bleibt erhalten. Insgesamt wird der ZOB nach dem Umbau länger und breiter sein. Die Bauarbeiten sollen ca. ein Jahr dauern. Die Kosten liegen bei rund 4,5 Mio €.

Quelle: Stadt Bochum | WAZ - 14 000 Buskunden erhalten jetzt einen neuen Bahnhof


Bild: (C) Stadt Bochum
 
Bild: (C) Stadt Bochum
Update 07.01.2018


Heute wurde der neue Omnibusbahnhof (ZOB) offiziell eröffnet. Pro Tag sind dort künftig bis zu 500 An- und Abfahrten möglich. Die Arbeiten blieben im Zeitplan und auch die Kosten im Rahmen. Insgesamt kostete der Neubau rund 4,7 Millionen Euro. Die Stadt erhielt die Summe von 2,4 Millionen Euro als Zuwendung vom Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR).

Quelle: WAZ - Trommelwirbel zur Eröffnung des neuen Bochumer Busbahnhofs


Update 15.04.2019


Einige Fotos von  mir zum neuen Omnibusbahnhof, das Anfang letzten Jahres fertiggestellt wurde.




Sonntag, 26. November 2017

Haltestelle Gesundheitscampus U 35 | Fertig

22.03.2012

Die CampusLinie U 35 bekommt einen Stadtbahnhof 2014 dazu. Dann machen die Züge, die Innen- und Hustadt verbinden, auch am Gesundheitscampus NRW halt. Die neue Haltestelle soll ein 75 Meter langes, klinisch weißes Dach überspannen. So sieht es der Entwurf von Dietmar Riecks und Christine Wolf vor, mit dem die beiden Bochumer gestern (12. Dezember) das Preisgericht überzeugten.

Der neue Stadtbahnhof auf der Universitätsstraße wird das Foyer für den entstehenden Gesundheitscampus NRW sein. Die Stadt Bochum und das Strategiezentrum Gesundheit wünschen sich für den wichtigen Halt daher eine repräsentative und identitätsstiftende Gestaltung. “Da der Campus von der Universitätsstraße nicht direkt einzusehen ist, stellt der Bahnhof ein erstes, weithin sichtbares Zeichen für alle Ankommenden dar”, erklärt Professor Andreas Meyer-Falcke, Leiter des Strategiezentrums. Aufgabe für die Architekturbüros, die sich an dem Gestaltungswettbewerb beteiligt hatten, war es zudem, auch optisch das Thema “Gesundheit” aufzugreifen und transparent zu machen.

Dietmar Riecks vom Büro Banz + Riecks und Christine Wolf von wbp Landschaftsarchitekten entschieden sich deshalb für ein schwebendes, weiß emailiertes Dach, das sich unter anderem für direktes Tages- wie gestreutes Kunstlicht öffnet und mit seiner sich so verdichtenden bzw. auflockernden Struktur an DNA-Codes erinnert. Abends und nachts soll es beleuchtet sein. “Das weiße Blech des Stahltragewerks steht für klinische Präzision”, beschreibt Dietmar Riecks seinen Entwurf. Zudem überspannt es den gesamten Stadtbahnhof und schützt so Fahrgäste sowie Rolltreppen und Aufzüge vor Wind und Wetter. “Das ist ein großer funktionaler Vorteil”, findet Professor Christa Reicher, Vorsitzende des Preisgerichts.

Auch die Wegeführung, für die Christine Wolf von wbp Landschaftsarchitekten verantwortlich zeichnet, überzeugte die zwölfköpfige Jury. Vom Bahnsteig lotst sie Fahrgäste durch einen hell gestalteten und nachts beleuchteten Tunnel, der sich weit öffnet, über leicht geschwungene Wege zum Gesundheitscampus. Treppen, Stützmauern, Sitzbänke - alles soll aus hellen Materialien entstehen und einen angstfreien Raum schaffen. “Hier entsteht mit dem Gesundheitscampus und dem angrenzenden Biomedizinpark ja eine Art ,weiße Stadt’”, erklärt die Geschäftsführerin von wbp die Farbwahl.

1,9 Millionen Euro stehen den beiden Bochumer Büros für die Umsetzung ihres Entwurfs zur Verfügung. “14,6 Millionen soll der neue Stadtbahnhof insgesamt kosten”, so Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch. Baubeginn könne im April oder Mai sein. “Dazu werden wir die Schienen der U 35 auf die Universitätsstraße verlegen”, berichtet Karl-Heinz Reikat, Leiter der Abteilung für Stadtbahn und konstruktiven Ingenieurbau im Tiefbauamt. “Denn wir bauen im laufenden Betrieb.”

Betriebsam wird es in der ganzen nächsten Zeit auf dem Gesundheitscampus NRW zugehen, auf dem sich unter anderem die Hochschule für Gesundheit und das Europäische Proteinforschungsinstitut PURE ansiedeln. Die baulichen Vorarbeiten und Genehmigungsverfahren liegen gut im Zeitplan. “Die Landesregierung ist überrascht, wie schnell sich alles realisieren lässt”, weiß Dr. Ernst Kratzsch. “2014 ist alles bereit, wenn die ersten Studierenden anfangen.” Das 200 Millionen Euro schwere Ansiedlungsprojekt hat mit dem neuen Stadtbahnhof dann auch eine markante Adresse: “Ein Symbol des lebenbigen Strukturwandels”, so Architekt Dietmar Riecks.

Pressemitteilung: Stadt Bochum

Bild: Banz & Riecks
Bild: Banz & Riecks
Bild: Banz & Riecks
Update: 05.12.2012

Die Hauptbauarbeiten werden innerhalb von 20 Monaten durchgeführt und enden am 04.07.2014. Im Anschluss an die bauseitigen Ausstattungsarbeiten erfolgt noch der Rückbau der Gleisprovisorien im Sommer 2015 durch die Fa. Hofschröer.

Der westlich der Ruhr-Universität in Bochum gelegene BioMedizinPark und das neu entstehende Hochschulzentrum „Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen“ soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen werden. Zu diesem Zweck wird auf der Strecke der Stadtbahnlinie U35 zwischen den Bahnhöfen Markstraße und Ruhr-Universität eine neue Haltestelle Bahnhof Gesundheitscampus entstehen. Die neu zu errichtende Haltestelle liegt dabei teilweise im Kreuzungsbereich Universitätsstraße und Max-Imdahl-Straße.

Die „Campuslinie“ U35 verbindet die Städte Bochum und Herne sowie die Bochumer Innenstadt und die Ruhr-Universität. Sie ist die meistgenutzte Linie der BOGESTRA. Die Linie verläuft zwischen der Stadt Herne und der Bochumer Innenstadt in Tunnellage und ab der Haltestelle Wasserstraße als oberirdische Stadtbahnanlage im eigenen Bahnkörper in Mittellage der Universitätsstraße. Abweichend vom sonstigen Schienennetz der BOGESTRA AG weist diese Linie eine Spurweite von 1435mm auf.

Die Universitätsstraße ist eine der Hauptausfallstraßen Bochums und verbindet unter anderem die Bochumer Innenstadt und deren Ringe mit der Ruhr-Universität, der Hochschule Bochum und den Bundesautobahnen A43 und A44.

Zurzeit besteht die Universitätsstraße im Bereich des neu geplanten Bahnhofes aus zwei getrennten Richtungsfahrbahnen, zwischen denen auf einem getrennten Gleiskörper die Gleise der Stadtbahnlinie U35 verlaufen. Im Kreuzungsbereich mit der Max-Imdahl-Straße werden die beiden Richtungsfahrbahnen der Universitätsstraße und der Stadtbahngleise auf drei getrennten Brückenüberbauten über die Max-Imdahl-Straße geführt. Die Brücken sind dabei jeweils als Dreifeld- Spannbetonbrücken mit Stützweiten von 11m, 19m und 14m ausgeführt. Zwischen den einzelnen Überbauten befinden sich Lücken von ca. 3,50m Breite.

Zur Erstellung des Bahnhofs Gesundheitscampus müssen die Stadtbahngleise aus ihrer jetzigen Lage nach außen auf die Universitätsstraße verschoben werden, so dass im Bereich der alten Gleislage ein Mittelbahnsteig angeordnet werden kann. Zur Anordnung des Mittelbahnsteiges wird die bestehende Stadtbahnbrücke abgebrochen und eine neue Spannbetonbrücke, die den Raum zwischen den beiden Straßenbrücken komplett einnimmt, errichtet. Über die neue Brücke führen dann beide Stadtbahngleise, zwischen diesen liegt der in Fertigteilbauweise zu errichtende Mittelbahnsteig.

Der neu zu errichtende Bahnhof verfügt im westlichen Bereich über ein unterirdisches Verteilerbauwerk, das von der Max-Imdahl-Straße (Bereich südliche Zubringerstraße) über einen Fußgängertunnel, der in Deckelbauweise unter Aufrechterhaltung des Straßen- und Stadtbahnverkehrs errichtet wird, erreichbar ist. Im Bereich des Bahnhofs-Ostkopfes ist die Fahrebene von der Max-Imdahl-Straße aus über eine Treppe und einen Aufzug erreichbar.

Der jetzt erhaltene Auftrag umfasst die Ausführung der Rohbauarbeiten für den Bahnhof Gesundheitscampus (Ghc) einschließlich des Abbruchs und Neubaus der Stadtbahnbrücke, des Rückbaus der alten Stadtbahntrasse und aller erforderlicher Arbeiten für die Gleisführung als Bauzwischenzustand (temporäre Gleisführung auf der Universitätsstraße) und die endgültige Gleisführung (Gleisunter/-oberbau, Stadtbahnoberleitung).

Zur Durchführung der Baumaßnahme ist die Einrichtung mehrerer provisorischer Verkehrsführungen in verschiedenen Bereichen der Universitäts- und der Max-Imdahl-Straße erforderlich.

Der Bahnsteigbereich des Bahnhofs Ghc wird beidseitig durch die Universitätsstraße sowie durch die Stadtbahngleise begrenzt, wodurch es während der Bauphase zu einer Inselbaustelle mit geringen Platzverhältnissen und erschwerter Andienung kommt. Insbesondere die Stadtbahngleise sowie deren Oberleitung erschweren die Andienung der Baustelle. Je nach eingesetzten Bauverfahren ist eine zusätzliche Sicherung der Stadtbahnoberleitungen und der Stadtbahntrasse (Einhausung) erforderlich.

 Pressemitteilung: Bauunternehmen Hofschröer 


Update: 15.01.2013

Mit ein paar Monaten Verspätung sollen Ende Januar die Arbeiten für den U-Bahnhof Gesundheitscampus beginnen. Ursprünglich war der September 2012 als Starttermin anvisiert worden. Der Bau der Haltestelle wurde europaweit ausgeschrieben. Doch alle fünf Angebote der Bauunternehmer hätten Fehler aufgewiesen und mussten nachverhandelt werden, daher die Verzögerung.

Nun könne jedoch die Baustelle eingerichtet werden. Zunächst werden die Gleise der U 35 verlegt, um in der Mitte die neue Haltestelle zu errichten. Der Verkehr wird dafür für zwei bis drei Monate einspurig verlaufen. Zuvor wird jedoch der Kampfmittelräumdienst mit einer Sonde die Fläche um die neue Haltestelle auf Blindgänger absuchen.

Wenn alles nach Plan läuft, wird zu Semesterbeginn im Sommer 2014 der gut zwölf Millionen Euro teure Bahnhof fertig sein.

Quelle: Ruhrnachrichten

Foto von März 2013
Foto Von März 2014

Foto von Mai 2014
Update 17.04.2015

Wie bereits von mir vermutet, ruhen zu Zeit die Bauarbeiten zur neuen Stadtbahn Haltestelle - Gesundheitscampus. Stadt nennt als Grund Meinungsverschiedenheiten mit der Baufirma. Die Fertigstellung der Station wird ein Jahr länger dauern und wahrscheinlich eine Millionen mehr kosten.

Aktuell scheint zumindest ein weiterer Abschnitt genehmigt worden zu sein und die Arbeiten können Mitte der kommenden Woche wieder aufgenommen werden. Mit der Fertigstellung des Rohbaus des Bahnhofsgebäudes wird dieses Jahr gerechnet.

Quelle: WAZ - Stillstand an U 35-Haltestelle Gesundheitscampus in Bochum


Update 22.05.2016 

Nach langer Verzögerung sollen jetzt die Arbeiten endlich mehr Fahrt aufnehmen als bisher. Denn nun beginnt der Innenausbau der neuen U35-Haltestelle „Gesundheitscampus“. Am vorigen Donnerstag wurden mit einem Autokran ein 1,2 Tonnen schwerer Trafo aus Spanien angeliefert und eine ein Tonnen schwere Schaltanlage. Ab Montag sollen von einer Bochumer Elektrofirma die Kabelbahnen installiert werden. Eingebaut werden bald auch zwei Rolltreppen und zwei gläserne Aufzüge. Eine Besonderheit ist das Dach aus Stahl und Holz. Es wird weiß sein – passend zum Thema Gesundheit.

Quelle: WAZ - U35-Station „Gesundheitscampus“ Bochum bleibt umstritten


Update 23.06.2017

Nach rund 4,5 Jahren Bauzeit soll die 16 Mio Euro teure Haltestelle „Gesundheitscampus“ an der Universitätsstraße nun endlich am 14 Oktober 2017 eröffnet werden.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bochum/bo...211008837.html



Foto von Januar 2017
Update 31.10.2017

Zu Zeit werden auf der Baustelle letzte Arbeiten durchgeführt. Momentan werden Elektroinstallationen, Zuganzeigen und Mobiliar wie zum Beispiel die Sitzbänke eingebaut, die Zuwege von außen fertiggestellt sowie Gleisarbeiten verrichtet. Im November soll die Haltestelle eröffnet werden. An welchem Tag, steht noch nicht fest.

Foto von Oktober 2017
Update 27.11.2017 

Die Campuslinie U35 hat eine Haltestelle mehr. Seit dem 18. November 2017 macht die Bahn auch am Gesundheitscampus halt. Nutzer der Haltestelle Gesundheitscampus werden vor allem die rund 1300 Studierenden und 200 Mitarbeiter der Hochschule für Gesundheit sein. Aber auch Beschäftigte der Firmen vor Ort und die Teilnehmer der Aesculap-Akademie, Studierende der Sportwissenschaft und Schüler der Erich-Kästner-Schule gehören zu den Nutzern. Die Bogestra rechnet mit 5000 zusätzlichen Fahrgästen. Nach viereinhalbjähriger Bauzeit ist die neue U-Bahn-Station zwischen Markstraße und der Ruhr-Universität Bochum fertiggestellt worden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 17 Millionen Euro. Bis zum Jahresende sollen dann auch letzte fehlende Teile wie Glasscheiben integriert werden und die Fahrbahnverengung der Universitätsstraße abgebaut werden.

Quelle: RUB - Neue Haltestelle „Gesundheitscampus“ | WAZ - U 35 hält jetzt am Gesundheitscampus der Ruhr-Universität

Montag, 30. November 2015

Kortumstraße freigegeben

Punktlandung zum Start des Weihnachtsmarktes: Oberbürgermeister Thomas Eiskirch konnte am Donnerstag (19. November) den planmäßig fertig gestellten Bauabschnitt der Kortumstraße zwischen Südring und Huestraße freigegeben. Nach rund neun Monaten Bauzeit hat die vom Tiefbauamt beauftragte Firma „KES Kanal-, Erd- und Straßenbau“ die Umgestaltung abgeschlossen.

Bochums wichtigste Einkaufsmeile hat auf einer Gesamtlänge von rund 115 Metern ihr Erscheinungsbild verändert und präsentiert sich nun als Gasse mit einer mittigen Laufzone und rechts wie links angrenzenden Seitenflächen. Für die Beleuchtung stellte das Tiefbauamt an der westlichen Straßenseite durchgängig Lichtstelen auf. Die zirka fünf Meter breite Laufzone und Fahrgasse für den Anlieferverkehr ist aus anthrazitfarbenen Betonsteinen gepflastert und beidseitig durch breite Bordsteine aus Naturbasalt sowie ein schwarzes Natursteinband ohne Kante eingefasst. Die angrenzenden Freisitzflächen und Aufenthaltszonen bis zu den Gebäuden sind je etwa drei Meter breit.

Zu Beginn der Maßnahme hat das Tiefbauamt den alten Abwasserkanal von der Huestraße bis unter den Südring erneuert. Parallel erneuerten die Stadtwerke im Untergrund vollständig die Leitungen für Fernwärme, Gas, Wasser und Strom. Die Gesamtkosten betragen rund eine Million Euro: 690.000 Euro für den Straßenbau, 300.000 Euro für den Kanalbau.

In den vergangenen Jahren waren bereits Teile der nördlichen und südlichen Kortumstraße ausgebaut worden. Damit sie sich künftig als einheitliches Band zum Flanieren und Einkaufen vom Kunstmuseum Bochum bis zum Bermuda3eck ziehen kann, möchte das Tiefbauamt auch die restlichen Abschnitte neu gestalten, so voraussichtlich 2016 zwischen Brückstraße und Bongardstraße und 2017 zwischen Bongardstraße und Husemannplatz.

Benannt ist die Kortumstraße nach dem wohl berühmtesten Bochumer Bürger, dem Arzt, Wissenschaftler und Literaten Carl Arnold Kortum (1745-1824). Angelegt wurde die Kortumstraße in ihrer ursprünglichen Länge 1884, genau 60 Jahre nach Kortums Tod; sie verband zunächst nur die Bongard- mit der Brückstraße.

Pressemitteilung: Stadt Bochum

Samstag, 26. Oktober 2013

Äußere Erschließung des Gesundheitscampus NRW | Fertig

Als Zentrum der medizinischen und wissenschaftlichen Kompetenz soll der Gesundheitscampus NRW dazu beitragen, Land, Region und Stadt als wichtigen Standort für die Gesundheitswirtschaft und Forschungsaktivitäten international weiter nach vorne zu bringen. Dafür muss das Gelände, das in direkter Nachbarschaft der Ruhr-Universität Bochum und des BioMedizinPark Bochum liegt, optimal erschlossen sein.

Derzeit ist das Areal über die Straße Gesundheitscampus – die ehemalige Oesterendestraße – und die Stiepeler Straße erschlossen und an die benachbarten Ortsteile angebunden. Die Verkehrsanbindung an das überregionale Straßennetz erfolgt unmittelbar von der Straße Gesundheitscampus über die Universitätsstraße.

Durch die geplanten Ansiedlungen auf dem Gesundheitscampus wird sich das Verkehrsaufkommen auf der Universitätsstraße und der Straße Gesundheitscampus erhöhen. Die Universitätsstraße kann den zusätzlichen Verkehr gut verkraften. Die Straße Gesundheitscampus muss jedoch baulich verändert werden.

Insbesondere die zwei nah beieinander liegenden Kreuzungen für die Straße, die die Gebäude auf dem Areal erschließt (Planstraße A), und die Straße zum BioMedizinPark und für die Zufahrt zum Gesundheitscampus / Terrasse muss das Tiefbauamt umgestalten. Es wird an diesen Knotenpunkten zwei Kreisverkehrsplätze mit einem Außendurchmesser von 30 Metern errichten. Dadurch soll die Straße deutlich leistungsfähiger werden. Der große Durchmesser ermöglicht auch Bussen und LKW eine problemlose Fahrt. In den einmündenden Straßen sorgen Fußgängerüberwege mit Mittelinseln für einen sicheren Weg über die Kreuzungen. Den Radverkehr führt das Tiefbauamt über die Fahrbahn des Kreisels.

Zwischen den Kreisverkehren legt das Tiefbauamt einen Grünstreifen mit Bäumen an. Es erneuert und ergänzt die derzeit nur teilweise vorhandene Straßenbeleuchtung. Zudem sehen die Pläne den Bau einer niederflurgerechten Haltestelle westlich der Kreisverkehre vor.

Während der Arbeiten ist die Straße Gesundheitscampus als Einbahnstraße nur in Richtung Stiepeler Straße befahrbar. Der Verkehr in die Gegenrichtung wird über die Markstraße umgeleitet. Diese Verkehrsführung hat sich bei den vorangegangenen Arbeiten bewährt. 2011 hat das Tiefbauamt den Baugrund durch Verfüll- und Verpressarbeiten vorbereitet. Dies war angesichts des oberflächennahen Altbergbaus erforderlich. 2012 haben das Tiefbauamt und die Bochumer Stadtwerke bereits Kanäle sowie Versorgungsleitungen gelegt.
Die nun beginnenden umfangreichen Straßenbauarbeiten dauern voraussichtlich bis Jahresende. Der Ausbau kostet insgesamt etwa eine Million Euro (inklusive Haltestellenausbau, Beleuchtung, Begrünung).

Die innere Erschließung des Gesundheitscampus erfolgt 2014 durch die Planstraßen A und B. Die Planstraße A ist in klassischer Bauweise mit beidseitigen Gehwegen geplant. Die Planstraße B wird als verkehrsberuhigter Bereich aus Verbundpflaster hergestellt. Während der derzeit laufenden Hochbauarbeiten ist das Campusgelände über eine Baustraße erreichbar. Die innere Erschließung des Geländes ist erst sinnvoll, wenn die Gebäude auf dem Gesundheitscampus errichtet sind.

Lageplan des Bauvorhabens

Pressemitteilung: Stadt Bochum


Straßenbauarbeiten im September 2013

Straßenbauarbeiten im September 2013
Straßenbauarbeiten im Oktober 2013