22.03.2012
Die CampusLinie U 35 bekommt einen Stadtbahnhof 2014 dazu. Dann machen die Züge, die Innen- und Hustadt verbinden, auch am Gesundheitscampus NRW halt. Die neue Haltestelle soll ein 75 Meter langes, klinisch weißes Dach überspannen. So sieht es der Entwurf von Dietmar Riecks und Christine Wolf vor, mit dem die beiden Bochumer gestern (12. Dezember) das Preisgericht überzeugten.
Der neue Stadtbahnhof auf der Universitätsstraße wird das Foyer für den entstehenden Gesundheitscampus NRW sein. Die Stadt Bochum und das Strategiezentrum Gesundheit wünschen sich für den wichtigen Halt daher eine repräsentative und identitätsstiftende Gestaltung. “Da der Campus von der Universitätsstraße nicht direkt einzusehen ist, stellt der Bahnhof ein erstes, weithin sichtbares Zeichen für alle Ankommenden dar”, erklärt Professor Andreas Meyer-Falcke, Leiter des Strategiezentrums. Aufgabe für die Architekturbüros, die sich an dem Gestaltungswettbewerb beteiligt hatten, war es zudem, auch optisch das Thema “Gesundheit” aufzugreifen und transparent zu machen.
Dietmar Riecks vom Büro Banz + Riecks und Christine Wolf von wbp Landschaftsarchitekten entschieden sich deshalb für ein schwebendes, weiß emailiertes Dach, das sich unter anderem für direktes Tages- wie gestreutes Kunstlicht öffnet und mit seiner sich so verdichtenden bzw. auflockernden Struktur an DNA-Codes erinnert. Abends und nachts soll es beleuchtet sein. “Das weiße Blech des Stahltragewerks steht für klinische Präzision”, beschreibt Dietmar Riecks seinen Entwurf. Zudem überspannt es den gesamten Stadtbahnhof und schützt so Fahrgäste sowie Rolltreppen und Aufzüge vor Wind und Wetter. “Das ist ein großer funktionaler Vorteil”, findet Professor Christa Reicher, Vorsitzende des Preisgerichts.
Auch die Wegeführung, für die Christine Wolf von wbp Landschaftsarchitekten verantwortlich zeichnet, überzeugte die zwölfköpfige Jury. Vom Bahnsteig lotst sie Fahrgäste durch einen hell gestalteten und nachts beleuchteten Tunnel, der sich weit öffnet, über leicht geschwungene Wege zum Gesundheitscampus. Treppen, Stützmauern, Sitzbänke - alles soll aus hellen Materialien entstehen und einen angstfreien Raum schaffen. “Hier entsteht mit dem Gesundheitscampus und dem angrenzenden Biomedizinpark ja eine Art ,weiße Stadt’”, erklärt die Geschäftsführerin von wbp die Farbwahl.
1,9 Millionen Euro stehen den beiden Bochumer Büros für die Umsetzung ihres Entwurfs zur Verfügung. “14,6 Millionen soll der neue Stadtbahnhof insgesamt kosten”, so Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch. Baubeginn könne im April oder Mai sein. “Dazu werden wir die Schienen der U 35 auf die Universitätsstraße verlegen”, berichtet Karl-Heinz Reikat, Leiter der Abteilung für Stadtbahn und konstruktiven Ingenieurbau im Tiefbauamt. “Denn wir bauen im laufenden Betrieb.”
Betriebsam wird es in der ganzen nächsten Zeit auf dem Gesundheitscampus NRW zugehen, auf dem sich unter anderem die Hochschule für Gesundheit und das Europäische Proteinforschungsinstitut PURE ansiedeln. Die baulichen Vorarbeiten und Genehmigungsverfahren liegen gut im Zeitplan. “Die Landesregierung ist überrascht, wie schnell sich alles realisieren lässt”, weiß Dr. Ernst Kratzsch. “2014 ist alles bereit, wenn die ersten Studierenden anfangen.” Das 200 Millionen Euro schwere Ansiedlungsprojekt hat mit dem neuen Stadtbahnhof dann auch eine markante Adresse: “Ein Symbol des lebenbigen Strukturwandels”, so Architekt Dietmar Riecks.
Pressemitteilung: Stadt Bochum
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| Bild: Banz & Riecks |
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| Bild: Banz & Riecks |
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| Bild: Banz & Riecks |
Update: 05.12.2012
Die Hauptbauarbeiten werden innerhalb von 20 Monaten durchgeführt und
enden am 04.07.2014. Im Anschluss an die bauseitigen
Ausstattungsarbeiten erfolgt noch der Rückbau der Gleisprovisorien im
Sommer 2015 durch die Fa. Hofschröer.
Der westlich der Ruhr-Universität in Bochum gelegene BioMedizinPark und
das neu entstehende Hochschulzentrum „Gesundheitscampus
Nordrhein-Westfalen“ soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen
werden. Zu diesem Zweck wird auf der Strecke der Stadtbahnlinie U35
zwischen den Bahnhöfen Markstraße und Ruhr-Universität eine neue
Haltestelle Bahnhof Gesundheitscampus entstehen. Die neu zu errichtende
Haltestelle liegt dabei teilweise im Kreuzungsbereich Universitätsstraße
und Max-Imdahl-Straße.
Die „Campuslinie“ U35 verbindet die Städte Bochum und Herne sowie die
Bochumer Innenstadt und die Ruhr-Universität. Sie ist die meistgenutzte
Linie der BOGESTRA. Die Linie verläuft zwischen der Stadt Herne und der
Bochumer Innenstadt in Tunnellage und ab der Haltestelle Wasserstraße
als oberirdische Stadtbahnanlage im eigenen Bahnkörper in Mittellage der
Universitätsstraße. Abweichend vom sonstigen Schienennetz der BOGESTRA
AG weist diese Linie eine Spurweite von 1435mm auf.
Die Universitätsstraße ist eine der Hauptausfallstraßen Bochums und
verbindet unter anderem die Bochumer Innenstadt und deren Ringe mit der
Ruhr-Universität, der Hochschule Bochum und den Bundesautobahnen A43 und
A44.
Zurzeit besteht die Universitätsstraße im Bereich des neu geplanten
Bahnhofes aus zwei getrennten Richtungsfahrbahnen, zwischen denen auf
einem getrennten Gleiskörper die Gleise der Stadtbahnlinie U35
verlaufen. Im Kreuzungsbereich mit der Max-Imdahl-Straße werden die
beiden Richtungsfahrbahnen der Universitätsstraße und der
Stadtbahngleise auf drei getrennten Brückenüberbauten über die
Max-Imdahl-Straße geführt. Die Brücken sind dabei jeweils als Dreifeld-
Spannbetonbrücken mit Stützweiten von 11m, 19m und 14m ausgeführt.
Zwischen den einzelnen Überbauten befinden sich Lücken von ca. 3,50m
Breite.
Zur Erstellung des Bahnhofs Gesundheitscampus müssen die Stadtbahngleise
aus ihrer jetzigen Lage nach außen auf die Universitätsstraße
verschoben werden, so dass im Bereich der alten Gleislage ein
Mittelbahnsteig angeordnet werden kann. Zur Anordnung des
Mittelbahnsteiges wird die bestehende Stadtbahnbrücke abgebrochen und
eine neue Spannbetonbrücke, die den Raum zwischen den beiden
Straßenbrücken komplett einnimmt, errichtet. Über die neue Brücke führen
dann beide Stadtbahngleise, zwischen diesen liegt der in
Fertigteilbauweise zu errichtende Mittelbahnsteig.
Der neu zu errichtende Bahnhof verfügt im westlichen Bereich über ein
unterirdisches Verteilerbauwerk, das von der Max-Imdahl-Straße (Bereich
südliche Zubringerstraße) über einen Fußgängertunnel, der in
Deckelbauweise unter Aufrechterhaltung des Straßen- und
Stadtbahnverkehrs errichtet wird, erreichbar ist. Im Bereich des
Bahnhofs-Ostkopfes ist die Fahrebene von der Max-Imdahl-Straße aus über
eine Treppe und einen Aufzug erreichbar.
Der jetzt erhaltene Auftrag umfasst die Ausführung der Rohbauarbeiten
für den Bahnhof Gesundheitscampus (Ghc) einschließlich des Abbruchs und
Neubaus der Stadtbahnbrücke, des Rückbaus der alten Stadtbahntrasse und
aller erforderlicher Arbeiten für die Gleisführung als
Bauzwischenzustand (temporäre Gleisführung auf der Universitätsstraße)
und die endgültige Gleisführung (Gleisunter/-oberbau,
Stadtbahnoberleitung).
Zur Durchführung der Baumaßnahme ist die Einrichtung mehrerer
provisorischer Verkehrsführungen in verschiedenen Bereichen der
Universitäts- und der Max-Imdahl-Straße erforderlich.
Der Bahnsteigbereich des Bahnhofs Ghc wird beidseitig durch die
Universitätsstraße sowie durch die Stadtbahngleise begrenzt, wodurch es
während der Bauphase zu einer Inselbaustelle mit geringen
Platzverhältnissen und erschwerter Andienung kommt. Insbesondere die
Stadtbahngleise sowie deren Oberleitung erschweren die Andienung der
Baustelle. Je nach eingesetzten Bauverfahren ist eine zusätzliche
Sicherung der Stadtbahnoberleitungen und der Stadtbahntrasse
(Einhausung) erforderlich.
Pressemitteilung: Bauunternehmen Hofschröer
Update: 15.01.2013
Mit ein paar Monaten Verspätung sollen Ende Januar die Arbeiten für den
U-Bahnhof Gesundheitscampus beginnen. Ursprünglich war der September
2012 als Starttermin anvisiert worden. Der Bau der Haltestelle wurde
europaweit ausgeschrieben. Doch alle fünf Angebote der Bauunternehmer
hätten Fehler aufgewiesen und mussten nachverhandelt werden, daher die
Verzögerung.
Nun könne jedoch die Baustelle eingerichtet werden. Zunächst werden die
Gleise der U 35 verlegt, um in der Mitte die neue Haltestelle zu
errichten. Der Verkehr wird dafür für zwei bis drei Monate einspurig
verlaufen. Zuvor wird jedoch der Kampfmittelräumdienst mit einer Sonde
die Fläche um die neue Haltestelle auf Blindgänger absuchen.
Wenn alles nach Plan läuft, wird zu Semesterbeginn im Sommer 2014 der gut zwölf Millionen Euro teure Bahnhof fertig sein.
Quelle: Ruhrnachrichten
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| Foto von März 2013 |
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| Foto Von März 2014 |
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| Foto von Mai 2014 |
Update 17.04.2015
Wie bereits von mir vermutet, ruhen zu Zeit die Bauarbeiten zur neuen
Stadtbahn Haltestelle - Gesundheitscampus. Stadt nennt als Grund
Meinungsverschiedenheiten mit der Baufirma. Die Fertigstellung der
Station wird ein Jahr länger dauern und wahrscheinlich eine Millionen
mehr kosten.
Aktuell scheint zumindest ein weiterer Abschnitt genehmigt worden zu
sein und die Arbeiten können Mitte der kommenden Woche wieder
aufgenommen werden. Mit der Fertigstellung des Rohbaus des
Bahnhofsgebäudes wird dieses Jahr gerechnet.
Quelle: WAZ - Stillstand an U 35-Haltestelle Gesundheitscampus in Bochum
Update 22.05.2016
Nach langer Verzögerung sollen jetzt die Arbeiten endlich mehr Fahrt
aufnehmen als bisher. Denn nun beginnt der Innenausbau der neuen
U35-Haltestelle „Gesundheitscampus“. Am vorigen Donnerstag wurden mit
einem Autokran ein 1,2 Tonnen schwerer Trafo aus Spanien angeliefert und
eine ein Tonnen schwere Schaltanlage. Ab Montag sollen von einer
Bochumer Elektrofirma die Kabelbahnen installiert werden. Eingebaut
werden bald auch zwei Rolltreppen und zwei gläserne Aufzüge. Eine
Besonderheit ist das Dach aus Stahl und Holz. Es wird weiß sein –
passend zum Thema Gesundheit.
Quelle: WAZ - U35-Station „Gesundheitscampus“ Bochum bleibt umstritten
Update 23.06.2017
Nach rund 4,5 Jahren Bauzeit soll die 16 Mio Euro teure Haltestelle
„Gesundheitscampus“ an der Universitätsstraße nun endlich am 14 Oktober
2017 eröffnet werden.
Quelle: https://www.waz.de/staedte/bochum/bo...211008837.html
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| Foto von Januar 2017 |
Update 31.10.2017
Zu Zeit werden auf der Baustelle
letzte Arbeiten
durchgeführt. Momentan werden Elektroinstallationen, Zuganzeigen und
Mobiliar wie zum Beispiel die Sitzbänke eingebaut, die Zuwege von außen
fertiggestellt sowie Gleisarbeiten verrichtet. Im November soll die
Haltestelle eröffnet werden. An welchem Tag, steht noch nicht fest.
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| Foto von Oktober 2017 |
Update 27.11.2017
Die Campuslinie U35 hat eine Haltestelle mehr. Seit dem 18. November
2017 macht die Bahn auch am Gesundheitscampus halt. Nutzer der
Haltestelle Gesundheitscampus werden vor allem die rund 1300
Studierenden und 200 Mitarbeiter der Hochschule für Gesundheit sein.
Aber auch Beschäftigte der Firmen vor Ort und die Teilnehmer der
Aesculap-Akademie, Studierende der Sportwissenschaft und Schüler der
Erich-Kästner-Schule gehören zu den Nutzern. Die Bogestra rechnet mit
5000 zusätzlichen Fahrgästen. Nach viereinhalbjähriger Bauzeit ist die
neue U-Bahn-Station zwischen Markstraße und der Ruhr-Universität Bochum
fertiggestellt worden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 17 Millionen
Euro. Bis zum Jahresende sollen dann auch letzte fehlende Teile wie
Glasscheiben integriert werden und die Fahrbahnverengung der
Universitätsstraße abgebaut werden.
Quelle: RUB - Neue Haltestelle „Gesundheitscampus“ | WAZ - U 35 hält jetzt am Gesundheitscampus der Ruhr-Universität