11.02.2015
In Bochum sollen zwei neue zentrale Betriebshöfe der Stadt entstehen.
Die Anzahl wird damit von 17 auf zwei Betriebshöfe reduziert. Dabei geht
es um die Standorte Feldmark neben dem Hauptfriedhof (für
Friedhofsverwaltung und Freiwillige Feuerwehr) und eine Fläche direkt am
Harpener Hellweg, die zum Teil der Stadt und Thyssen-Krupp gehört.
Man rechnet mit ca. 25 Millionen Euro Baukosten. Man plant eine Europa
weite Ausschreibung für einen Investor, der die Gebäude für den
Betriebshof errichten und an die Stadt weiter vermieten. Dort müssten
Einrichtungen für 435 Mitarbeiter sowie Infrastruktur für mindestens 255
Fahrzeuge des Technischen Betriebs geschaffen werden.
Quelle: WAZ - Zentraler Betriebshof soll auf der „grünen Wiese“ entstehen
Update: 07.10.2015
Die Stadt Bochum hat nun den Bau eines zentralen Betriebshofs für die Technischen Dienste ausgeschrieben. Das Einzugsdatum hat die Verwaltung für Sommer 2017 datiert. Die bislang 17 über das gesamte Stadtgebiete verteilten Standorte werden aufgegeben. Nach den Vorgaben der Stadt soll ein Investor die Flächen selbst kaufen, einen Betriebshof planen und im Wege eines Neu- oder Umbaus errichten sowie anschließend an die Stadt Bochum vermieten. Eine Fläche von 32.000 Quadratmeter ist nach Berechnungen der Verwaltung für den Betriebshof nötig.
Quelle: WAZ - 2017 soll Technischer Betrieb stehen
Update 09.10.2016
Die
Betriebsstellen des Technischen Betriebes sind zurzeit auf 14 Standorte
im gesamten Stadtgebiet verteilt. Ziel ist eine Zentralisierung; das
hat der Rat der Stadt Bochum beschlossen. Ein Investor will einen
Betriebshof nach den Vorgaben der Stadt Bochum neu errichten und
anschließend an die Stadt Bochum vermieten. Dazu hatte die Stadt
europaweit ausgeschrieben. Das Ergebnis liegt nun vor.
Bis zum Ablauf der Frist sind zwei finale Angebote eingegangen. Diese
hat die Verwaltung geprüft. Eines konnte wegen fehlender Akzeptanz der
Mietvertragsbedingungen und Überschreitung der geforderten
Mietobergrenze nicht gewertet werden.
Das zweite Angebot stammt von der Firma Reinhold Mendritzki Kaltwalzwerk
GmbH & Co. KG mit dem Grundstück Obere Stahlindustrie 4. Es erfüllt
alle gestellten Anforderungen und schließt ab mit einer Miete von
1.200.000 Euro pro Jahr über 20 Jahre. Damit wird die vorgegebene
Mietobergrenze akzeptiert und dies bei einer kurzen Laufzeit.
Bei dem Grundstück Obere Stahlindustrie 4 handelt es sich um ein rund
100.000 m2 großes industrielles Areal, das mit seinen Bestandsbauten ein
Stück Bochumer Industriegeschichte darstellt. Das Grundstück ist gut
erschlossen, zentral gelegen und verkehrstechnisch für die Belange des
Technischen Betriebs hervorragend angebunden, A 448, Bochumer Westkreuz,
A 40, Außenring. Bus- und Straßenbahnlinien sind fußläufig in weniger
als 400 Metern zu erreichen, zudem verläuft ein Teil des stetig
wachsenden Radwegenetzes unmittelbar am Grundstück.
Genutzt werden soll ein circa 16.500 m2 großer Teil des vorhandenen
Bestandsgebäudes mit einem vorgelagertem Kopfbau, der entsprechende
Büroflächen bietet. Die weiteren Teilflächen sollen weiterhin von der
Reinhold Mendritzki Kaltwalzwerk GmbH & Co. KG sowie der
Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet GmbH genutzt werden. Die Halle
stellt einen zusammenhängenden Wetterschutz für die dort
unterzubringenden Fahrzeuge und Maschinen und die Mitarbeiter dar. Nach
dem Haus-im-Haus-Prinzip werden einzelne Baukörper mit Nutzungen wie
Sozial- und Duschräumen und Werkstätten in die Halle integriert. Hinzu
kommen Lager- und Abstellflächen am Rand des Grundstückes.
Der Zuschlag wurde bereits erteilt. Derzeit laufen Detailgespräche zum
Abschluss eines entsprechenden Mietvertrags. Nach Abschluss des
Mietvertrages und Erteilung einer Baugenehmigung kann der weitere
Zeitplan bestimmt werden.
Pressemitteilung: Stadt Bochum
Siehe auch: WAZ - Bochums zentraler Betriebshof entsteht in Stahlhausen
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| Bild: mbn |
Update 17.06.2018
Der Technische Betrieb der Stadt, der die öffentlichen Grün- und
Forstflächen, Kinderspielplätze, Sportanlagen, Straßen und Kanäle in
Bochum wartet und instandsetzt, hat eine neue Adresse: Ein halbes Jahr
früher als geplant nehmen die Leitung und Verwaltung auf dem neuen
zentralen Betriebshof an der Oberen Stahlindustrie im Februar 2018 ihre Arbeit auf. Der
Umzug aus dem Telekom-Haus in der Innenstadt in das historische
Industriegebäude ist in vollem Gang. Der Geruch nach frischer Farbe und
neu verlegtem Linoleum liegt in der Luft. 90 Büroarbeitsplätze sind
entstanden.
Über die sanierten Flure wuseln Umzugshelfer, in den modern
ausgestatteten Räumen richten sich in den nächsten Tagen nach und nach
zunächst 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Wenn die Stadt Bochum
ab Ende 2018 noch die 15 im Stadtgebiet verteilt liegenden Zweigstellen
des Technischen Betriebs an der Oberen Stahlindustrie bündelt, werden
450 Beschäftigte an dem neuen Standort arbeiten.
Kernstück des zentralen Betriebshof wird eine 16.000 Quadratmeter große
Halle, in der noch vor wenigen Jahren Schienen und Weichen hergestellt
wurden. Hier wird sich in wenigen Monaten nun der Fuhrpark des
Technischen Betriebs aufreihen - vom Kanalreinigungsfahrzeug bis zum
LKW-Gespann mit Großflächenmähern. Neben Maschinen und Materialien
findet auch die Werkstatt ihren Platz, ebenso der Sozialtrakt mit
Umkleiden und Sanitärbereichen, der in die Halle eingezogen wird. Vor
dem Komplex entstehen ein großes Außenlager und weitere Stellplätze.
Aktuell ist die gigantische Halle noch ohne Dach und Fenster. Die
Mendritzki Holding GmbH und Co KG ersetzt diese gerade. Sie hat als
Eigentümerin und Vermieterin auch das 1927 für den Bochumer Verein
gebaute Haupthaus mit den Büros nach Anforderungen und Plänen des
Technischen Betriebs umgebaut.
Das historische Gebäude bleibt nach außen architektonisch erhalten.
„Innen ist es komplett verjüngt durch modernste Technik“, erklärt Bernd
Brinkmann. Dennoch ist auch hier Industriegeschichte sicht- und spürbar:
Fast einen Meter große Kandelaber schmücken das hohe, über zwei
Stockwerke offene Foyer aus rotem Klinker. Durch große aufgearbeitete
Flügeltüren erreichen Gäste unter anderem den Technischen Betrieb, der
das Erdgeschoss und die ersten beiden Obergeschosse bezieht.“
Pressemitteilung: Stadt Bochum
Update 13.01.2019
Nachdem der Technische Betrieb bereits im Februar 2018 vorzeitig die Verwaltungsräume an dem neuen Standort beziehen konnte, folgt nun der Umzug von 360 weiteren Beschäftigten und damit die Inbetriebnahme der Halle für den städtischen Fuhrpark.
Sie ist mit ihren 215 mal 85 Metern das Herzstück. In ihr stellt der Technische Betrieb den Großteil der Einsatzfahrzeuge unter und bestückt diese für die unterschiedlichen Bau- und Grünarbeiten mit Geräten und Material. Dazu hat die 16.000 Quadratmeter große, ehemalige Industriehalle in den vergangenen Monaten nahezu eine Grunderneuerung erhalten. In ihr sind zudem ein moderner Sozialtrakt mit Umkleiden und Duschen sowie über die gesamte Länge immer wieder kleinere Lagerräume unter anderem für Ersatzteile von Maschinen eingebaut worden.
Neben der Halle entstehen gerade eine Spezialwerkstatt, Waschplätze und Abstellmöglichkeiten für weitere Sonderfahrzeuge. Die Gasse mit den großen Schüttboxen für Werkstoffe wie Sand, Kies und Pflastersteine ist fertig. Und auch die neue Anfahrt über den Kreisverkehr an der Oberen Stahlindustrie ist angelegt. Ab Januar kommt jetzt die Lieferung der Spinde, damit nun nach und nach die 360 betrieblichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den 15 im Stadtgebiet verteilten Altstandorten an den zentralen Betriebshof wechseln können.
Durch diesen Zusammenzug halbiert der Technische Betrieb die Fläche, die er bisher an den verschiedenen Standorten im Stadtgebiet nutzt. Er rechnet durch die Zusammenlegung der vielen kleinen Betriebshöfe zu einem zentralen mit deutlichen Synergieeffekten im Arbeitsablauf. Ziel ist, Betriebskosten unter anderem durch Einsparung bei der Gebäudeunterhaltung zu senken.
Die Stadt Bochum mietet Verwaltungstrakt, Halle und Hof für 1,2 Millionen Euro pro Jahr für eine Dauer von zwanzig Jahren an. Dies ist wirtschaftlich günstiger, als selbst zu bauen. Hinzu kommt, dass die Stadt selbst kein geeignetes städtisches Grundstück besitzt und sich daher nach jahrelanger vergeblicher Suche nach einem zentralen Standort für den Betriebshof für die Mietlösung entschieden hat.
Pressemitteilung: Stadt bereitet Umzug zum zentralen Betriebshof vor