Neue Feuerwache für die Freiwillige Feuerwehr Langendreer: Neubau an der Alten Weststraße geplant
Machbarkeitsstudie fällt positiv aus – Feuerwehrgerätehaus für rund 9,3 Millionen Euro soll bisherigen Standort ersetzen
Die Freiwillige Feuerwehr Bochum-Langendreer soll ein neues Feuerwehrhaus bekommen. Nach jahrelangen Problemen an den bisherigen Standorten scheint nun ein geeigneter Standort gefunden zu sein: Auf dem Grundstück Alte Weststraße 26 soll ein modernes Feuerwehrgerätehaus entstehen.
Eine von der Stadt Bochum beauftragte Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass das Grundstück für den Neubau geeignet ist. Bevor die Planungen jedoch beginnen können, muss zunächst noch der Bochumer Stadtrat entscheiden. Die finale politische Entscheidung ist für den 1. Oktober 2026 vorgesehen.
Neuer Standort an der Alten Weststraße
Das Grundstück an der Alten Weststraße 26 befindet sich auf einer heute brachliegenden beziehungsweise nicht mehr entsprechend genutzten Fläche. Für den Neubau soll zunächst ein vorhandenes Gebäude auf dem Grundstück abgerissen werden.
Der neue Standort soll künftig sämtliche Bereiche der Löscheinheit Langendreer zusammenführen. Dadurch könnten die bisher auf mehrere Standorte verteilten Einsatzkräfte und Fahrzeuge an einem zentralen Feuerwehrhaus untergebracht werden. Für die Freiwillige Feuerwehr ist das eine erhebliche Verbesserung gegenüber der heutigen Situation.
Projektdaten
| Projekt | Neubau Feuerwehrgerätehaus Langendreer |
| Standort | Alte Weststraße 26, Bochum-Langendreer |
| Nutzung | Freiwillige Feuerwehr |
| Fahrzeugstellplätze | 4 |
| Gebäude | Fahrzeughalle + zweigeschossiger Sozial-/Verwaltungstrakt |
| Jugendfeuerwehr | integriert |
| Aktuelle Standorte | Ambergweg und Stiftstraße |
| Kostenschätzung | ca. 9,32 Mio. Euro |
| Machbarkeitsstudie | positiv |
| Stadtratsentscheidung | 1. Oktober 2026 geplant |
| Baubeginn | noch nicht festgelegt |
| Fertigstellung | noch offen |
| Status September 2026 | In Planung |
Feuerwehr derzeit auf zwei Standorte verteilt
Die Löscheinheit Langendreer ist derzeit auf die Standorte Ambergweg und Stiftstraße verteilt. An beiden Standorten stehen jeweils zwei Einsatzfahrzeuge. Diese Aufteilung erschwert insbesondere das gemeinsame Ausrücken zu Einsätzen. Die Einsatzkräfte müssen sich derzeit entsprechend organisieren und teilweise zunächst telefonisch abstimmen, wer von welchem Standort aus mit welchem Fahrzeug ausrückt.
Auch die baulichen Bedingungen am Ambergweg sind problematisch. Die Fahrzeughalle weist statische Probleme auf und muss unter anderem durch Pfeiler abgestützt werden. Dadurch wird das Ausrücken der Einsatzfahrzeuge zusätzlich erschwert.
Am Übungsdienst, der regelmäßig am Ambergweg stattfindet, reicht die vorhandene Fläche außerdem nicht aus, um alle Fahrzeuge in der Halle unterzubringen. Zwei Fahrzeuge müssen dann außerhalb der Halle auf der Straße stehen.
Unzureichende Umkleiden und Duschen
Besonders schwierig ist die Situation für die Einsatzkräfte bei Umkleiden und sanitären Einrichtungen. Am Standort Ambergweg sind die Umkleideräume sehr beengt. Nach Angaben der Feuerwehr können sich dort kaum mehr als zwei Personen gleichzeitig umziehen.
Die Duschen befinden sich zudem im Obergeschoss. Für rund 30 Einsatzkräfte stehen lediglich vier Duschen zur Verfügung. Eine moderne sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung, bei der verschmutzte Einsatzkleidung konsequent von sauberer Kleidung und den übrigen Aufenthaltsbereichen getrennt wird, ist unter den derzeitigen Bedingungen nicht möglich.
Noch schwieriger ist die Situation an der Stiftstraße. Dort gibt es in der Fahrzeughalle lediglich provisorische Spinde und keine Duschen. Einsatzkräfte müssen deshalb teilweise in voller Einsatzkleidung mit privaten Fahrzeugen zum Ambergweg fahren, um sich dort umzuziehen und zu duschen.
Neues Feuerwehrgerätehaus für Langendreer
Mit dem Neubau an der Alten Weststraße soll diese Situation grundlegend verbessert werden. Die Machbarkeitsstudie sieht ein Feuerwehrgerätehaus mit vier Fahrzeugstellplätzen vor.
Das Gebäude soll aus zwei unterschiedlichen Bereichen bestehen:
Fahrzeughalle:
Die Fahrzeughalle wird eingeschossig ausgeführt und bietet Platz für vier Einsatzfahrzeuge.
Sozial-, Ausbildungs- und Verwaltungsbereich:
Die übrigen Räume werden in einem zweigeschossigen Gebäudeteil untergebracht.
Dazu gehören unter anderem die notwendigen Sozialräume, Umkleidebereiche, Ausbildungs- und Schulungsräume sowie Verwaltungsflächen. Auch die Jugendfeuerwehr soll künftig am selben Standort untergebracht werden.
Gemeinsamer Standort für Feuerwehr und Jugendfeuerwehr
Die Stadt Bochum verspricht sich von der Zusammenlegung zahlreiche Vorteile. Alle Fahrzeuge, Einsatzkräfte, Ausbildungsbereiche und die Jugendfeuerwehr könnten künftig an einem gemeinsamen Standort zusammengeführt werden.
Dadurch sollen die organisatorischen Abläufe verbessert und die Einsatzbereitschaft optimiert werden. Gleichzeitig soll die gemeinsame Unterbringung die Zusammenarbeit und Kameradschaft innerhalb der Löscheinheit stärken. Auch die Nachwuchsarbeit könnte profitieren, weil die Jugendfeuerwehr unmittelbar in den neuen Feuerwehrstandort integriert wird.
Neubau kostet voraussichtlich 9,32 Millionen Euro
Die aktuelle Kostenschätzung für das Projekt beläuft sich auf rund 9,32 Millionen Euro. Damit gehört der Neubau zu den größeren Investitionen in die Infrastruktur der Freiwilligen Feuerwehr Bochum. Die endgültigen Kosten können sich im weiteren Planungsverlauf allerdings noch verändern. Die jetzt vorliegende Machbarkeitsstudie bildet zunächst die Grundlage für die weiteren politischen Entscheidungen und die anschließende Planung.
Noch kein konkreter Baubeginn
Trotz des positiven Ergebnisses der Machbarkeitsstudie steht der eigentliche Bau noch nicht unmittelbar bevor. Zunächst muss der Bochumer Stadtrat über die weitere Planung entscheiden. Die Entscheidung ist für den 1. Oktober 2026 vorgesehen.
Erst anschließend können die weiteren Planungsschritte eingeleitet werden. Dazu gehören unter anderem die konkrete Gebäudeplanung, Genehmigungen, Ausschreibungen und die Vorbereitung des Grundstücks. Einen verbindlichen Termin für den Baubeginn gibt es deshalb derzeit noch nicht.
Nach Einschätzung der Feuerwehr dürften bis zum tatsächlichen Umzug noch mehrere Jahre vergehen.
Abriss des bestehenden Gebäudes
Auf dem Grundstück an der Alten Weststraße 26 befindet sich derzeit noch ein Bestandsgebäude. Dieses soll für den geplanten Neubau der Feuerwache abgerissen werden. Anschließend soll auf dem Grundstück das neue Feuerwehrgerätehaus entstehen. Durch die Neubebauung kann die Löscheinheit an einem Standort zusammengeführt werden.
Bauchronologie
Seit mehreren Jahren
Die Freiwillige Feuerwehr Langendreer beklagt die unzureichenden räumlichen und technischen Bedingungen an ihren beiden bisherigen Standorten.
2023/2024
Die Suche nach einem geeigneten neuen Standort wird weiter verfolgt. Als mögliche Fläche wird das Grundstück an der Alten Weststraße 26 untersucht.
2025/2026
Die Stadt Bochum lässt die Eignung des Grundstücks im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersuchen.
2026
Die Machbarkeitsstudie kommt zu einem positiven Ergebnis. Das Grundstück ist grundsätzlich für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses geeignet.
September 2026
Die aktuellen Planungen sehen vier Fahrzeugstellplätze sowie zweigeschossige Sozial-, Ausbildungs- und Verwaltungsbereiche vor. Die Kosten werden derzeit auf rund 9,32 Millionen Euro geschätzt.
1. Oktober 2026
Der Bochumer Stadtrat soll über die weitere Planung des Feuerwehrneubaus entscheiden.
Anschließend
Bei einer positiven Entscheidung sollen die konkreten Planungen und Genehmigungsverfahren beginnen.
Baubeginn
Noch nicht festgelegt.
Fertigstellung / Umzug
Noch offen.
Quelle: WAZ - „Können Umzug kaum erwarten“: Neue Heimat für Bochumer Feuerwehr scheint gefunden
Texte mit Hilfe von KI erstellt
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