Wohnen am Stadtpark in Bochum: Neuer Wohnkomplex am Stadtpark geplant
Im Bochumer Stadtparkviertel soll mit dem Projekt „Wohnen am Stadtpark“ ein neuer Wohnkomplex entstehen. Das Wohnungsunternehmen VIVAWEST plant auf dem Grundstück ein Gebäude mit insgesamt 88 frei finanzierten Wohnungen, einer Tiefgarage und einem kleinen Ladenlokal. Der Entwurf stammt vom Bochumer Architekturbüro Rübsamen Partner und wurde dem Gestaltungsbeirat der Stadt Bochum vorgestellt.
Im Mittelpunkt der Planung steht eine städtebauliche Einfügung in das gewachsene Umfeld rund um den Stadtpark und die Lutherkirche. Für den Neubau wird die bestehende ehemalige Evangelische Stadtakademie mit dem angeschlossenen Kindergarten abgerissen. Das seit längerer Zeit leerstehende Gebäude wird durch den neuen Wohnkomplex ersetzt.
Bauen im Umfeld des Bochumer Stadtparks
Das Grundstück liegt unmittelbar im Umfeld des Bochumer Stadtparks. Die städtebauliche Umgebung ist durch unterschiedliche Gebäudetypen und Bauzeiten geprägt. Neben der vorhandenen Wohnbebauung befindet sich mit der Lutherkirche ein markanter historischer Bau in unmittelbarer Nähe. Auch das Katharina-von-Bora-Haus bildet einen wichtigen Bezugspunkt für die Planung.
Die Architekten beschreiben die städtebauliche Situation als heterogen. Unterschiedliche Baufluchten, Gebäudehöhen und architektonische Gestaltungen treffen hier aufeinander. Der Entwurf versucht deshalb nicht, eine einheitliche neue Struktur über das bestehende Umfeld zu legen. Stattdessen werden vorhandene Raumkanten und Fluchten aufgenommen und miteinander verbunden.
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| Bild: Rübsamen Partner Bochum |
Projektdaten
| Projekt | Wohnen am Stadtpark |
| Standort | Bochum, Stadtparkviertel |
| Bauherr/Projektentwickler | VIVAWEST |
| Architektur | Rübsamen Partner, Bochum |
| Wohnungen | 88 |
| Wohnungsart | frei finanziert |
| Tiefgarage | geplant |
| Gewerbe | kleines Ladenlokal |
| Besonderheit | umlaufender Laubengang |
| Fassaden | Ziegel, Kratzputz, Betonfertigteile |
| Freiraum | landschaftlich gestaltete Außenanlagen |
| Aktueller Status | In Planung |
| Baubeginn | voraussichtlich 2027 |
Architektur nimmt Bezug auf die Umgebung
Ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs ist die Aufnahme verschiedener vorhandener Baufluchten. Im Westen orientiert sich der Baukörper unter anderem am Katharina-von-Bora-Haus und an der Lutherkirche. Im Süden wird die vorhandene Wohnbebauung der angrenzenden Siedlung berücksichtigt.
Durch die unterschiedlichen Gebäuderichtungen entsteht ein Baukörper, der zwischen den vorhandenen städtebaulichen Strukturen vermittelt. Damit soll der Neubau nicht als isolierter Fremdkörper erscheinen, sondern sich in das bestehende Stadtbild einfügen.
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| Ehemalige Evangelische Stadtakademie wird für den Neubau abgerissen |
Zwei Erschließungskerne und umlaufender Laubengang
Das Gebäude wird über lediglich zwei Erschließungskerne organisiert. Dadurch soll die innere Struktur kompakt und wirtschaftlich gehalten werden. Eine besondere Rolle übernimmt dabei ein umlaufender Laubengang.
Dieser dient nicht ausschließlich als Erschließungsfläche, sondern soll gleichzeitig als gemeinschaftlich nutzbarer Bereich gestaltet werden. Aufenthaltsmöglichkeiten, Begegnungszonen und Bepflanzungselemente sollen aus dem Laubengang einen zusätzlichen sozialen Raum machen.
Damit entsteht eine Übergangszone zwischen den privaten Wohnungen und den gemeinschaftlichen Außenbereichen.
Fassaden mit unterschiedlichen Materialien
Auch bei der Fassadengestaltung nimmt der Entwurf Bezug auf die Umgebung. Der westliche Gebäudeteil an der Klinikstraße soll eine Ziegelfassade erhalten. Bei der Gestaltung wird insbesondere die Materialität und Farbwirkung der nahegelegenen Lutherkirche aufgegriffen.
An den übrigen Fassaden sind Kratzputzoberflächen vorgesehen. Hinzu kommen farblich durchgefärbte Betonfertigteile für die Balkonbrüstungen. Ein Klinkersockel soll den Übergang zum Erdgeschoss ausbilden. Die unterschiedlichen Materialien sollen dem vergleichsweise großen Baukörper eine differenzierte Gestaltung geben.
Landschaftliche Gestaltung der Außenanlagen
Auch die Freiflächen sind Bestandteil des architektonischen Konzeptes.Die Gestaltung orientiert sich an den Prinzipien eines englischen Landschaftsparks. Vorgesehen sind unter anderem geschwungene Wege, eine lockere Bepflanzung und möglichst fließende Übergänge zwischen Gebäude und Freiflächen. Dadurch soll ein naturnah gestalteter Außenraum entstehen, der gleichzeitig eine Verbindung zum nahegelegenen Bochumer Stadtpark herstellt.
88 Wohnungen und Ladenlokal
Im neuen Wohnkomplex sind insgesamt 88 frei finanzierte Wohnungen geplant. Unterschiedliche Wohnungsgrößen sollen verschiedene Zielgruppen ansprechen. Ergänzt wird das Wohnangebot durch eine Tiefgarage. Im Erdgeschoss ist außerdem ein kleines Ladenlokal vorgesehen. Denkbar wäre beispielsweise eine Nutzung als Café oder Bäckerei.
Damit soll das Projekt nicht ausschließlich Wohnraum schaffen, sondern auch einen kleinen Beitrag zur Belebung des direkten Umfelds leisten.
Städtebauliche Bewertung durch den Gestaltungsbeirat
Der Entwurf des Bochumer Architekturbüros Rübsamen Partner wurde vom Gestaltungsbeirat der Stadt Bochum positiv bewertet. Besonders hervorgehoben wurde die intensive Auseinandersetzung mit dem konkreten Ort und seiner städtebaulichen Geschichte.
Der Entwurf reagiert auf die unterschiedlichen Strukturen des Umfelds und versucht, diese über Baufluchten, Gebäudeform und Materialwahl miteinander zu verbinden.
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| Der Neubau entsteht im Umfeld der Lutherkirche |
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| Projektierte Fläche für Neubau mit evangelischen Stadtakademie |
Bauchronologie
Planungsphase:
VIVAWEST entwickelt das Wohnprojekt „Wohnen am Stadtpark“ mit 88 Wohnungen.
Entwurf:
Das Bochumer Büro Rübsamen Partner entwickelt das städtebauliche und architektonische Konzept.
Vorstellung im Gestaltungsbeirat:
Der Entwurf wird dem Gestaltungsbeirat der Stadt Bochum vorgestellt und positiv bewertet.
2026:
Das Projekt befindet sich weiterhin in der Planung. Die weiteren Genehmigungs- und Vorbereitungsschritte laufen.
2027:
Nach derzeitiger Planung soll der Baubeginn erfolgen.
Quelle: WAZ – „Wohnen am Stadtpark in Bochum: Gestaltungsbeirat lobt Entwurf für Neubau“
Texte mit Hilfe von KI erstellt




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