Remira im Technologie-Quartier Bochum: Kleines Bürogebäude mit nachhaltigem Konzept
Bochum. Im Technologie-Quartier Bochum entstand ab 2009 ein ungewöhnliches Bürogebäude für das IT-Unternehmen Remira GmbH. Das Unternehmen entwickelte Softwarelösungen für Warenlogistik und Disposition und verlegte seinen Standort von Dortmund nach Bochum.
Grundsteinlegung im Juli 2009
Am 9. Juli 2009 wurde im Technologie-Quartier Bochum der Grundstein für das neue Bürogebäude gelegt. Geplant war ein rund 1.200 Quadratmeter großes, dreigeschossiges Bürogebäude. Die Fertigstellung war für das Jahr 2010 vorgesehen. Im Sommer 2010 sollte Remira die neuen Räume beziehen.
Der Neubau entstand am Standort des Technologie-Quartiers in unmittelbarer Nähe zur Ruhr-Universität Bochum und zur Hochschule Bochum. Gerade diese Nähe zu Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen war für Remira ein wichtiger Grund für den Umzug nach Bochum.
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| Bild Schürmann Spanel AG |
Projektdaten
| Projekt | Bürogebäude Remira |
| Standort | Technologie-Quartier Bochum |
| Grundsteinlegung | 9. Juli 2009 |
| Fertigstellung | 2010 |
| Nutzfläche | ca. 1.200 m² |
| Geschosse | 3 |
| Bauherr/Nutzer | Remira GmbH |
| Architektur/Planung | Schürmann Spanel AG |
| Mitarbeiter zum Einzug | ca. 20 |
| Geplante Mitarbeiterzahl | ca. 35 |
| Besonderheiten | passive Klimatisierung, Abluftkamine, große Nordfensterfront |
| Standortvorteil | Nähe zur Ruhr-Universität und Hochschule Bochum |
Nachhaltiges Bürogebäude statt klassischer Büroarchitektur
Architektonisch sollte der Neubau deutlich mehr bieten als ein gewöhnliches Bürohaus. Die Planung setzte auf eine nachhaltige und besonders wirtschaftliche Bauweise. Ein Schwerpunkt lag auf der natürlichen beziehungsweise passiven Klimatisierung des Gebäudes.
Durch die Kombination verschiedener baulicher Maßnahmen sollte verhindert werden, dass sich die Räume im Sommer zu stark aufheizen. Eine wichtige Rolle spielten dabei die große Fensterfront auf der Nordseite sowie spezielle Abluftkamine. Über diese Konstruktion sollte eine natürliche Luftzirkulation entstehen und ein Wärmestau vermieden werden.
Der Architekt beschrieb das Gebäude deshalb als eine Art „Schmuckkästchen“, das trotz seiner vergleichsweise kleinen Größe architektonisch und technisch besondere Qualitäten besitzen sollte.
Platz für Wachstum
Zum Zeitpunkt des Einzugs arbeitete Remira mit rund 20 Mitarbeitern. Zunächst sollte das Unternehmen nur etwa 70 Prozent der Fläche des Neubaus nutzen. Die restlichen Räume waren für das geplante Wachstum der Belegschaft vorgesehen.
Langfristig sollte die Mitarbeiterzahl auf rund 35 Beschäftigte steigen. Dann hätte das Unternehmen das komplette Gebäude nutzen können.
Architektur und Planung
Entworfen wurde das Bürogebäude vom im Technologie-Quartier ansässigen Ingenieurbüro Schürmann Spanel AG. Damit entstand ein Bürohaus, bei dem nicht allein die Arbeitsplätze, sondern auch die energetischen und klimatischen Eigenschaften des Gebäudes eine zentrale Rolle spielten.
Vom Dortmunder IT-Unternehmen zum Standort Bochum
Mit dem Neubau verbunden war ein kompletter Standortwechsel von Remira. Das Unternehmen verließ Dortmund und zog nach Bochum. Ausschlaggebend war insbesondere das Umfeld des Technologie-Quartiers mit der Ruhr-Universität und der Hochschule Bochum. Der Standort sollte damit nicht nur bessere räumliche Voraussetzungen schaffen, sondern auch die Nähe zu qualifizierten Fachkräften und wissenschaftlichen Einrichtungen ermöglichen.
Ein kleines Gebäude mit ungewöhnlichem Energiekonzept
Interessant ist das Projekt vor allem deshalb, weil bereits Ende der 2000er-Jahre versucht wurde, ein Bürogebäude möglichst energiesparend und mit möglichst wenig technischer Klimatisierung zu betreiben. Statt ausschließlich auf eine klassische Klimaanlage zu setzen, wurde die Architektur selbst genutzt, um die Luftzirkulation und das Raumklima zu beeinflussen.
Damit steht das Gebäude beispielhaft für eine Entwicklung, die heute bei vielen Neubauten selbstverständlich ist: Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bereits bei der Gebäudeplanung mitzudenken.
Was ist heute im ehemaligen Remira-Gebäude?
Das 2009/2010 für die Remira GmbH errichtete Bürogebäude an der Konrad-Zuse-Straße 3 wird auch heute noch gewerblich genutzt.
Remira ist allerdings nicht mehr eindeutig als aktueller Hauptnutzer des Gebäudes anzusehen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz inzwischen in Dortmund und ist an zahlreichen weiteren Standorten vertreten.
Aktuell lassen sich an der Adresse Konrad-Zuse-Straße 3, 44801 Bochum unter anderem die Bachmann electronic GmbH sowie die PROFI Engineering Systems AG nachweisen.
Bachmann electronic führt die Adresse in seiner offiziellen Standortübersicht als Bochumer Niederlassung. Auch PROFI nennt die Konrad-Zuse-Straße 3 auf seiner offiziellen Kontaktseite als Standort in Bochum.
Damit hat sich die Nutzung des kleinen Bürogebäudes im Technologie-Quartier im Laufe der Jahre verändert: Aus dem ursprünglich für die Remira GmbH errichteten Firmensitz ist ein Bürostandort geworden, der heute von mehreren Unternehmen aus dem Technologie- und IT-Umfeld genutzt wird.
Bemerkenswert ist, dass die ursprüngliche Funktion des Gebäudes damit erhalten geblieben ist. Der Neubau von 2009/2010 wurde als modernes, energieeffizientes Bürogebäude für ein wachsendes Technologieunternehmen konzipiert – und wird auch mehr als 15 Jahre später weiterhin als Bürostandort genutzt.
Bauchronologie: Remira-Gebäude im Technologie-Quartier Bochum
2009 – Projektstart
Im Technologie-Quartier Bochum wird der Neubau eines Bürogebäudes für die Remira GmbH geplant. Das Unternehmen möchte seinen bisherigen Standort in Dortmund aufgeben und nach Bochum umziehen.
9. Juli 2009 – Grundsteinlegung
Die offizielle Grundsteinlegung für das rund 1.200 m² große Bürogebäude findet statt. Geplant ist ein dreigeschossiger Neubau mit einem besonderen energetischen Konzept.
2009/2010 – Bauphase
Während der Bauarbeiten entsteht ein Bürogebäude, bei dem insbesondere auf passive Klimatisierung, natürliche Luftzirkulation und eine wirtschaftliche Bauweise gesetzt wird. Eine große Fensterfront auf der Nordseite sowie Abluftkamine sollen eine Überhitzung der Räume vermeiden.
2010 – Fertigstellung
Das neue Bürogebäude wird fertiggestellt. Remira zieht von Dortmund nach Bochum und nimmt den neuen Firmensitz im Technologie-Quartier in Betrieb.
2010 – Erste Nutzung
Zu Beginn arbeiten rund 20 Mitarbeiter im Gebäude. Zunächst werden etwa 70 Prozent der verfügbaren Fläche benötigt. Bei weiterem Wachstum sollte das komplette Gebäude genutzt werden.
2010er-Jahre – Veränderung der Nutzung
Im Laufe der Jahre verändert sich die Nutzung des Gebäudes. Der ursprüngliche Firmensitz der Remira GmbH wird zu einem Bürostandort für weitere Unternehmen.
2020er-Jahre – Neuer Nutzerkreis
An der Adresse Konrad-Zuse-Straße 3 lassen sich neben beziehungsweise anstelle der ursprünglichen Remira-Nutzung weitere Unternehmen aus dem Technologie- und IT-Bereich nachweisen.
2026 – Aktueller Stand
Das 2010 fertiggestellte Bürogebäude besteht weiterhin und wird gewerblich genutzt. Öffentlich nachweisbar sind unter anderem die Bachmann electronic GmbH und die PROFI Engineering Systems AG an der Adresse.
Historischer Projektstart / Bau 2009–2010
- WAZ – Meldung zur Grundsteinlegung am 9. Juli 2009 und zum geplanten Remira-Neubau.
- Ruhr Nachrichten – Bericht über den Neubau, den Umzug Remiras von Dortmund nach Bochum und das energetische Konzept.
- Schürmann Spanel AG – Architekturbüro des Neubaus; Quelle für die Planung und Architektur.
Heutige Nutzung 2026
- Bachmann electronic – Standorte — die offizielle Standortseite führt Bachmann Office Bochum, Konrad-Zuse-Straße 3, 44801 Bochum.
- Bachmann electronic – Pressemitteilung — bestätigt ebenfalls den Bochumer Standort und die Adresse Konrad-Zuse-Straße 3.
- PROFI Engineering Systems – Kontakt — offizielle Kontaktseite mit Konrad-Zuse-Straße 3, 44801 Bochum.
- Bundes-/TED-Vergabeunterlage 2025 — nennt die PROFI Engineering Systems AG ebenfalls mit der Adresse Konrad-Zuse-Straße 3 in Bochum.



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