Sonntag, 19. November 2023

Haus Ankerplatz Bochum: Seniorenwohnungen und Demenz-WG fertig

Haus Ankerplatz in Bochum-Altenbochum: Seniorenwohnungen und Demenz-WG fertiggestellt

An der Wasserstraße 116–118a in Bochum-Altenbochum ist aus einer ehemaligen Häuserzeile ein modernes Wohnangebot für ältere Menschen entstanden. Der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum (GWV) hat die drei nicht mehr wirtschaftlich sanierungsfähigen Wohnhäuser aus dem Jahr 1935 abreißen lassen und durch einen Neubau ersetzt.

Das Projekt trägt heute den Namen „Haus Ankerplatz“. Im Erdgeschoss befindet sich die Demenz-Wohngemeinschaft „Heimathafen“. Darüber entstanden 18 barrierearme Wohnungen für ältere Menschen.

Neubau ersetzt drei Altbauten

Am Standort standen ursprünglich drei dreigeschossige Wohnhäuser aus dem Jahr 1935. Die Gebäude umfassten zusammen rund 1.200 Quadratmeter und verfügten über 24 Wohnungen. Nach einer umfassenden Analyse kam der GWV zu dem Ergebnis, dass eine wirtschaftlich sinnvolle Sanierung nicht mehr möglich war.

Die Häuser wurden deshalb vollständig abgerissen. Die bisherigen Bewohner wurden beim Umzug unterstützt und konnten überwiegend innerhalb des GWV-Wohnungsbestandes eine neue Wohnung beziehen.

Foto: GWV

Projektdaten



ProjektHaus Ankerplatz
StandortWasserstraße 116–118a, Bochum-Altenbochum
BauherrGWV Bochum
ArchitekturRuhnke + Partner, Hattingen
NutzungSeniorenwohnen / Demenz-WG
Wohnungen18
Wohnungsgrößenca. 37–83 m²
Demenz-WGHeimathafen, ca. 12 Bewohner
Stellplätze22
Altbestand3 Wohnhäuser, Baujahr 1935
Alte Wohnungen24
NeubauKfW-55-Standard geplant
Baubeginn2022
Fertigstellung2023
EröffnungNovember 2023
StatusFertiggestellt / in Betrieb




Aktueller Stand

Stand: September 2026

Das Neubauprojekt ist fertiggestellt und seit 2023 in Betrieb. Die offizielle Eröffnung des Hauses Ankerplatz mit der Demenz-WG Heimathafen fand im November 2023 statt.

Der GWV konnte das Bauvorhaben trotz der schwierigen Rahmenbedingungen während der Bauphase nahezu fristgerecht fertigstellen. Allerdings führten unter anderem gestiegene Baukosten und Fachkräftemangel zu einer deutlichen Verteuerung. Nach Angaben des GWV wurde das Projekt rund 24 Prozent teurer als ursprünglich geplant.

Neubau ersetzt drei Altbauten

Am Standort standen ursprünglich drei dreigeschossige Wohnhäuser aus dem Jahr 1935. Die Gebäude umfassten zusammen rund 1.200 Quadratmeter und verfügten über 24 Wohnungen. Nach einer umfassenden Analyse kam der GWV zu dem Ergebnis, dass eine wirtschaftlich sinnvolle Sanierung nicht mehr möglich war.

Die Häuser wurden deshalb vollständig abgerissen. Die bisherigen Bewohner wurden beim Umzug unterstützt und konnten überwiegend innerhalb des GWV-Wohnungsbestandes eine neue Wohnung beziehen.

Neues Wohnangebot für ältere Menschen

Anstelle der alten Gebäude entstand ein Neubau, der speziell auf die Bedürfnisse älterer Bewohner ausgerichtet wurde. Im Gebäude befinden sich insgesamt 18 barrierearme Wohnungen. Die Wohnungen verfügen über zwei bis drei Zimmer und haben je nach Grundriss eine Größe von etwa 37 bis 83 Quadratmetern.

Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören:

  • barrierearme Zugänge
  • stufenlose Erreichbarkeit über einen Aufzug
  • Balkone
  • Fußbodenheizung
  • moderne energetische Ausstattung
  • eigene Kellerräume

Die Wohnungen sind bewusst mitten im bestehenden Stadtteil entstanden.

Wohnen mitten in Altenbochum

Ein wesentliches Argument für den Standort ist die zentrale Lage. Direkt im Umfeld befinden sich zahlreiche Einrichtungen und Geschäfte des täglichen Bedarfs. Dazu gehören unter anderem ein Supermarkt, ein Bäcker mit Café, ein Ärztehaus, eine Apotheke und eine Sparkasse.

Auch eine Bushaltestelle befindet sich unmittelbar am Standort. Der GWV verfolgte damit bewusst das Konzept, älteren Menschen ein möglichst selbstständiges Leben in einer gut erschlossenen Umgebung zu ermöglichen. Auch die Balkone wurden zur Wasserstraße orientiert. Die Bewohner sollen dadurch am Leben im Stadtteil teilhaben können.


Demenz-WG „Heimathafen“

Eine besondere Funktion übernimmt das Erdgeschoss.Dort befindet sich die Demenz-Wohngemeinschaft „Heimathafen“ für rund 12 Bewohner. Die Wohngemeinschaft stellt eine alternative Wohnform für Menschen mit Demenzerkrankung dar. Statt einer klassischen stationären Pflegeeinrichtung soll ein möglichst wohnlicher und selbstbestimmter Alltag ermöglicht werden.

Damit kombiniert das Haus Ankerplatz unterschiedliche Wohnformen für ältere Menschen unter einem Dach. Die Demenz-WG war bereits bei der ursprünglichen Projektplanung ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes.

„Wohnen mit Versorgungssicherheit“

Mit dem Haus Ankerplatz wollte der GWV nicht lediglich neue Wohnungen schaffen. Das Konzept sieht vielmehr eine Verbindung von barrierearmem Wohnen, Betreuung und Versorgung vor. Ziel ist es, älteren Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Die Demenz-WG Heimathafen bildet dabei einen besonderen sozialen Baustein. Der GWV hatte bereits zuvor Erfahrungen mit seniorengerechten Wohnformen gesammelt, unter anderem bei Projekten an der Düppelstraße.

Tiefgarage mit 22 Stellplätzen

Auch die Unterbringung des ruhenden Verkehrs wurde in das Gebäude integriert. Im Kellergeschoss befinden sich neben den Kellerräumen der Wohnungen eine Garage mit 22 Stellplätzen.

Damit konnte der Stellplatzbedarf weitgehend unter beziehungsweise innerhalb des Neubaukomplexes organisiert werden.

Energieeffizienter Neubau

Das Gebäude wurde ursprünglich als KfW-55-Effizienzhaus geplant. Damit sollte der Neubau die damaligen gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz deutlich übertreffen.

Die Wohnungen erhielten unter anderem eine Fußbodenheizung. Durch die moderne Bauweise und Gebäudetechnik sollte der Energieverbrauch gegenüber dem früheren Gebäudebestand deutlich reduziert werden.

Architektur

Der Entwurf für das Gebäude stammt von der Planungsgesellschaft Ruhnke + Partner mbB aus Hattingen.Die Architektur orientiert sich an der vorhandenen städtebaulichen Situation und führt die Wohnbebauung entlang der Wasserstraße fort.

Durch die Neubebauung wurde die bestehende Häuserzeile wieder geschlossen. Gleichzeitig entstand ein zeitgemäßes Wohngebäude, das hinsichtlich Erschließung und Ausstattung speziell auf ältere Bewohner ausgerichtet ist.

Bild: Ruhnke + Partner mbB

Bauchronologie

1935:
Die drei ursprünglichen Wohnhäuser an der Wasserstraße werden errichtet.

2021:
Die bestehenden Gebäude werden aufgrund ihres baulichen Zustands und der fehlenden wirtschaftlichen Sanierungsfähigkeit abgerissen. Die Abrissarbeiten beginnen im Frühjahr und sollen rund zehn Wochen dauern.

2021:
Nach dem Abriss folgen Untersuchungen des Grundstücks unter anderem hinsichtlich Kampfmitteln und möglicher Bergbauschäden. Die Bauvoranfrage für den Neubau war zuvor positiv beschieden worden.

Anfang 2022:
Der GWV feiert den ersten Spatenstich für das neue Wohnprojekt. Anschließend beginnen Bodenplatte und Fundamentarbeiten.

März 2022:
Die Rohbauarbeiten starten. Geplant sind 18 barrierearme Wohnungen und eine Demenz-WG für zwölf Personen.

Juli 2022:
Der Neubau erreicht bereits das dritte Obergeschoss. Anschließend folgt die Ausbildung des Satteldaches.

2023:
Das Gebäude wird fertiggestellt. Das Projekt erhält den Namen Haus Ankerplatz, die Demenz-WG im Erdgeschoss wird als Heimathafen bezeichnet.

November 2023:
Das Haus Ankerplatz wird offiziell eröffnet. Trotz Energiekrise, Baukostensteigerungen, Lieferschwierigkeiten und Fachkräftemangel konnte das Projekt nahezu fristgerecht fertiggestellt werden.

2026:
Das Haus Ankerplatz ist fertiggestellt und wird als seniorengerechte Wohnanlage mit integrierter Demenz-WG genutzt.


Texte mit Hilfe von KI erstellt

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