Freitag, 18. September 2026

Essener Straße 244 Bochum: 156 Wohnungen geplant

Essener Straße 244 – Ein ehemaliges Verwaltungsgebäude des Bochumer thyssenkrupp-Werks soll zu einer öffentlich geförderten Wohnanlage umgebaut werden. Die Greyfield Group hat die Immobilie erworben und plant rund 156 Wohnungen für Auszubildende und Studierende.

An der Essener Straße 244 in Bochum steht eine ungewöhnliche Umnutzung bevor. Die Greyfield Group hat die Büroimmobilie von der thyssenkrupp Steel Europe AG erworben. Statt das Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, soll die vorhandene Bausubstanz umfassend saniert und für eine neue Wohnnutzung umgebaut werden.

Geplant ist eine 100 Prozent öffentlich geförderte Wohnanlage mit rund 156 Wohnungen. Die insgesamt geplante Wohnfläche beträgt rund 5.485 Quadratmeter. Die Wohnungen sollen insbesondere auf die Bedürfnisse von Auszubildenden und Studierenden zugeschnitten werden. Vorgesehen sind unterschiedliche Wohnungsgrößen, barrierefreie Wohnungen sowie Gemeinschaftsbereiche.

Zum aktuellen Zeitpunkt befinden sich die Planungen noch in einer frühen Phase. Angaben zu einem konkreten Baubeginn oder zur Fertigstellung wurden bislang nicht veröffentlicht.


Bild: Greyfield Group


Projektdaten



ProjektUmnutzung Essener Straße 244
StandortEssener Straße 244, 44793 Bochum
Bisherige NutzungVerwaltungsgebäude
Bisheriger Eigentümerthyssenkrupp Steel Europe AG
Neuer EigentümerGreyfield Group
Baujahr1953
Nutzung seitfrühe 1960er-Jahre Verwaltungsgebäude
Grundstückca. 9.348 m²
Bestandsflächeca. 5.485 m²
Geplante Wohnflächeca. 5.485 m²
Geplante Wohnungenca. 156
Förderung100 % öffentlich gefördert
ZielgruppeAuszubildende und Studierende
MaßnahmeSanierung und Umnutzung
Geplante Maßnahmenenergetische Sanierung, Barrierefreiheit, Mobilität, Gemeinschaftsflächen
Bauzeitnoch nicht bekannt
Fertigstellungnoch nicht bekannt


Vom Verwaltungsgebäude zum Wohnstandort

Das Gebäude wurde 1953 errichtet und seit den frühen 1960er-Jahren als Verwaltungsgebäude des heutigen thyssenkrupp-Werks genutzt. Die Essener Straße 244 ist gleichzeitig die offizielle Adresse des thyssenkrupp Steel-Standorts Bochum. Das Werk gehört zu den wichtigen Produktionsstandorten des Unternehmens. In Bochum werden unter anderem Warmband und nicht kornorientiertes Elektroband hergestellt beziehungsweise weiterverarbeitet.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude ist damit Teil der jahrzehntelang industriell geprägten Geschichte des Standortes. Die Greyfield Group will diese Geschichte nun nicht durch einen vollständigen Neubau ersetzen. Stattdessen soll das Gebäude als Bestandsimmobilie erhalten und für eine neue Nutzung weiterentwickelt werden.

9.348 Quadratmeter großes Grundstück

Die Liegenschaft umfasst insgesamt rund 9.348 Quadratmeter Grundstücksfläche. Das bestehende Gebäude verfügt über etwa 5.485 Quadratmeter Nutzfläche. Im Zuge der Umnutzung soll diese Fläche künftig vollständig beziehungsweise weitgehend für Wohnzwecke genutzt werden. Geplant sind rund 156 Wohneinheiten mit unterschiedlichen Größen.

Damit ergibt sich im Durchschnitt eine geplante Wohnfläche von rund 35 Quadratmetern je Wohnung. Die tatsächlichen Wohnungsgrößen werden allerdings unterschiedlich ausfallen, da Greyfield ausdrücklich verschiedene Wohnungsgrößen für die unterschiedlichen Anforderungen von Auszubildenden und Studierenden vorsieht.



156 öffentlich geförderte Wohnungen

Eine Besonderheit des Projekts ist die geplante vollständige öffentliche Förderung. Alle rund 156 Wohnungen sollen als öffentlich geförderter Wohnraum realisiert werden. Damit richtet sich das Projekt insbesondere an Menschen in Ausbildung und Studium, für die günstiger Wohnraum in Hochschul- und Ausbildungsstädten zunehmend relevant ist. Neben den Wohnungen sind Gemeinschaftsflächen geplant. Diese sollen nicht nur zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten schaffen, sondern auch das nachbarschaftliche Zusammenleben unterstützen.

Bestand erhalten statt Abriss

Greyfield verfolgt bei dem Projekt den Ansatz des Bauens im Bestand. Ein möglichst großer Teil der vorhandenen Gebäudesubstanz soll erhalten werden. Geplant sind unter anderem umfangreiche energetische Verbesserungen. Gleichzeitig soll das Gebäude an heutige Anforderungen an Wohnkomfort, Barrierefreiheit und Energieeffizienz angepasst werden.

Auch die Mobilität soll bei der Umnutzung neu gedacht werden. Die Projektentwicklung sieht moderne Mobilitätskonzepte vor. Damit soll die bestehende Büroimmobilie langfristig zu einem zeitgemäßen Wohngebäude weiterentwickelt werden.

Lage am thyssenkrupp-Standort

Die Immobilie liegt im westlichen Bochumer Stadtgebiet an der Essener Straße und damit unmittelbar am großen Werksstandort von thyssenkrupp Steel. Die Adresse Essener Straße 244 ist auch heute noch als Standortadresse des Bochumer Stahlwerks ausgewiesen. Der südliche Werkseingang und das BesucherCentrum befinden sich ebenfalls an der Essener Straße 244.

Die geplante Wohnnutzung entsteht damit in einem Umfeld, das über Jahrzehnte von Industrie und Stahlproduktion geprägt wurde. Gleichzeitig liegt die Immobilie verkehrsgünstig im Bochumer Westen. Der Standort befindet sich in der Nähe der A40/A448 und ist über die Essener Straße an das örtliche Straßennetz angebunden.

Historischer Hintergrund

Der Gebäudebestand an der Essener Straße steht im Zusammenhang mit der langen Industriegeschichte des Bochumer Stahlstandortes. Das Gebäude wurde 1953 errichtet. Seit den frühen 1960er-Jahren diente es als Verwaltungsgebäude des damaligen Stahlunternehmens und späteren thyssenkrupp-Werks.

Mit der geplanten Umnutzung verändert sich damit nicht nur die Funktion des Gebäudes, sondern auch seine Bedeutung innerhalb des ehemaligen beziehungsweise weiterhin bestehenden Industriestandortes. Aus einer Verwaltungsimmobilie eines Stahlkonzerns soll ein Wohnstandort für die nächste Generation werden.


Quelle: 

Pressemitteilung Greyfield Group


Texte mit Hilfe von KI erstellt

 

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